Muss man Lasagneplatten vorkochen?

Für jeden der meint, man müsse Lasagneplatten vorkochen findet man einen, der das Gegenteil behauptet.

Tatsache ist, dass es für beide Parteien Argumente gibt.

Deshalb wollte ich herausfinden wann es Sinn macht, und wann man darauf verzichten kann.

Zuallererst: Muss man Lasagneplatten vorkochen?

Bei Lasagne Gerichten werden die Nudelplatten im Ofen gar, deshalb muss man sie nicht unbedingt vorkochen. Ist die Füllung nicht sehr Flüssig kann es aber passieren, dass die Platten stellenweise roh bleiben. Um das zu verhindern ist es gängig, die Lasagneplatten für 1 bis 2 Minuten vorzukochen.

Dieser Beitrag hilft Dir zu entscheiden, ob und wann Du deine Lasagneplatten vorkochen solltest.

Warum sollte man Lasagneplatten vorkochen?

Bei Lasagne verhält es sich wie bei allen anderen Nudelsorten:

Das Ziel ist es, die Nudeln genau nach Geschmack zu kochen, sodass sie weder zu hart, noch zu weich sind.

Bloß, dass man bei Lasagne-Gerichten die Ofenzeit als Garzeit mit einberechnen muss.

Man sollte Lasagneplatten vorkochen damit sie nach der Backzeit vollkommen durch sind. Vor allem bei dickflüssigen Füllungen wie einem Bolognese-Ragout können sonst rohe Stellen auftreten. Da ungekochte Lasagneplatten mehr Flüssigkeit aufsaugen kann es außerdem passieren, dass die Lasagne sonst zu trocken wird.

Meistens ist es eben sinnvoll, die Nudelplatten vorzukochen. Dadurch, dass wir nur 1 bis 2 Minuten vorkochen werden die Platten nicht viel zu weich. Zudem ist die Konsistenz der Lasagneplatten nicht ganz so wichtig, wie bei Spaghetti oder Penne zum Beispiel.

Wenn in der Lasagne allerdings noch rohe Stellen sind, dann fällt das sofort auf.

Eine weiterer Grund, der für das Vorkochen von Lasagneplatten spricht ist, dass Nudeln im Allgemeinen Flüssigkeit aufsaugen.

Bei selbst gemachten frischen Nudeln rechnet man beim Kochen in Wasser mit etwa 50% Gewichtszunahme und bei getrockneten sogar mit einer Verdopplung des Gewichts.

Das bedeutet:

Wenn man die Nudelplatten nicht vorkocht, dann werden sie mehr Flüssigkeit aus der Füllung aufsaugen.

Meistens ist das kein Problem und sogar erwünscht, doch wenn die Füllung ohnehin schon nicht besonders flüssig war könnte das der Grund für eine zu trockene Lasagne sein.

Im Umkehrschluss kann man sich dieses Wissen natürlich auch zu Nutze machen:

Hat man eine zu flüssige Füllung (Zum Beispiel bei einem Bologne-Ragout der nicht lange ziehen konnte), dann kann man bewusst ungekochte Lasagneplatten verwenden, um die übermäßige Flüssigkeit auszugleichen.

In diesem Beitrag erfährst Du mehr darüber, wie man eine flüssige Lasagne vermeiden kann.

Welche Lasagneplatten muss man nicht vorkochen?

Auf vielen Handelsüblichen Lasagneplatten ist angegeben, dass sie nicht vorgekocht werden müssen.

Diese Nudelplatten wurden aber nicht einer besonderen Behandlung unterzogen, es sind ganz normale getrocknete Lasagneplatten.

Die Hersteller gehen davon aus, dass eine Backzeit von mindestens 20 Minuten ausreicht, damit die Platten richtig durch sind.

In den meisten Fällen sollte diese Vorhersage zutreffen, da die gekauften Nudelplatten meistens noch dünner sind als die selbst gemachten.

Wenn Du aber denkst, dass deine Füllung diesmal besonders dickflüssig ist oder Du eine besondere Lasagne-Variation ausprobierst, bei der das der Fall ist, dann schadet es nicht, die Lasagneplatten wenige Minuten vorzukochen.

Viel Erfolg beim Herstellen von Lasagne!

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