Nudelteig in großen Mengen vorbereiten und lagern

C. Daniel Nudeln aufbewahren

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Den Nudelteig selber zu machen kann oft eine entspannte Angelegenheit sein, bei der man die Zeit vergisst.

Manchmal steht man jedoch unter Zeitdruck und kann sich die Zeit nicht nehmen, die die Herstellung in Anspruch nimmt.

In diesem Fall lohnt es sich gut vorbereitet zu sein und einen fertigen Nudelteig parat zu haben. Dazu kann man einfach den Nudelteig im Voraus vorbereiten.

Man kann Nudelteig im Voraus vorbereiten und bis zu 6 Stunden in Frischhaltefolie verpackt ruhen lassen. Im Kühlschrank hält der Teig sich sogar 24 Stunden. Alternativ kann man den Nudelteig zu einer dicken Scheibe ausrollen und einfrieren. Im Gefrierschrank hält sich Nudelteig maximal 6 Monate lang.

Welche der Methoden ich wann am liebsten nutze erfährst Du in diesem Artikel. Viel Spaß!

Nudelteig in großen Mengen vorbereiten

Immer wenn ich Nudelteig herstelle rechne ich zwischen 500g und 1000g Mehl ein.

Ich brauche meistens mindestens 500g für die passende Menge und mehr als 1000g sind schwer von Hand zu kneten.

Man rechnet mit etwa 100g Mehl pro Person für eine Hauptspeise. Wenn ich also Nudelteig für mehr als 10 Personen herstellen will muss ich 2 Teige nacheinander zubereiten.

Im Allgemeinen stelle ich meistens nur so viel Teig her, wie ich auch benötige, es sei denn ich plane den restlichen Teig am nächsten Tag zu verwerten.

Mehrere Tage im Voraus den Teig herzustellen und dann einzufrieren lohnt sich finde ich nicht wirklich. Man muss bedenken, dass der Teig ja noch aufgetaut und geformt werden muss.

Die bessere Aufbewahrungsmethode ist meiner Meinung nach, aus dem Teig die Nudeln zu formen und dann zu trocknen. Auf diese Weise sind sie monatelang haltbar und viel schneller fertig.

Nichts desto trotz kann es Situationen geben, in denen es sinnvoll ist, den Teig im Voraus vorzubereiten und aufzubewahren.

Hier präsentiere ich nun alle mir bekannten Möglichkeiten.

Den Nudelteig ein Paar Stunden vorher vorbereiten und bei Raumtemperatur lagern

Wenn ich Gäste zum Abendessen einlade möchte ich gerne den Abend mit ihnen verbringen und nicht in der Küche.

Hier kann es sich lohnen, den Nudelteig schon mittags vorzubereiten. Bevor die Gäste ankommen muss er dann nur noch ausgerollt und geformt werden. Mit meiner manuellen Nudelmaschine geht das zum Beispiel super schnell und einfach.

Der beste Weg, Nudelteig ein Paar Stunden im Voraus vorzubereiten, ist ihn so luftdicht wie möglich in Frischhaltefolie zu verpacken und in einer dunklen Ecke ruhen zu lassen. Der Nudelteig muss sowieso mindestens 30 Minuten ruhen, bevor Nudeln daraus geformt werden. Ungekühlt sollte der Nudelteig nach 3 bis maximal 6 Stunden verarbeitet werden.

Nudelteig bei Raumtemperatur lagern – So geht’s

  1. Den Nudelteig zu einer Kugel formen
  2. Luftdicht in Frischhaltefolie verpacken
  3. Lichtgeschützt maximal 6 Stunden Lagern

Es ist wichtig, dass der Teig Luftdicht in Frischhaltefolie verpackt ist. Ansonsten trocknet er sehr schnell aus.

Selbst ein Paar Minuten an der frischen Luft sorgen dafür, dass der Teig ein leichte Kruste bekommt.

Wenn Du keine Frischhaltefolie parat hast kannst Du auch eine kleine (luftdichte) Aufbewahrungsbox verwenden oder den Teig einfach mit einer umgedrehten Schüssel abdecken.

Möglicherweise musst Du den Nudelteig dann vor der Verwendung etwas nach-kneten.

Den Nudelteig am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank lagern

Falls Abends Gäste kommen und ich mittags keine Zeit habe, den Nudelteig vorzubereiten, dann muss es eben ein Tag früher sein.

Auch das geht ohne Probleme.

Man kann Nudelteig am Vortag vorbereiten und im Kühlschrank bis zu 24 Stunden lagern. Dazu muss man den Teig in Frischhaltefolie oder einer luftdichten Aufbewahrungsbox verpacken, damit er nicht austrocknet. Anschließend muss man ihn mindestens 30 Minuten vor der Verarbeitung der Nudeln aus dem Kühlschrank holen, damit er elastisch wird.

Nudelteig im Kühlschrank lagern – So geht’s

  1. Den Nudelteig zu einer Kugel formen
  2. Luftdicht in Frischhaltefolie verpacken
  3. Im Kühlschrank maximal 24 Stunden aufbewahren

Auch hier gilt wieder: Der Teig muss unbedingt luftdicht verpackt sein.

Es kann sein, dass der Nudelteig nach 24 Stunden Lagerung im Kühlschrank etwas grau wird oder kleine schwarze Pünktchen bekommt.

Das ist an sich nicht schädlich und hängt auch von der Teig-Mischung ab, sieht aber natürlich weniger appetitlich aus als bei frischem Nudelteig.

Wenn Du den Nudelteig aus dem Kühlschrank holst solltest Du ihn zuerst etwa 30 Minuten aufwärmen lassen. Gekühlt ist er nämlich kompakter und dadurch deutlich schwerer zu formen. (Das ist auch der Grund, warum man keine zu kalten Eier bei der Herstellung nutzen sollte).

Den Nudelteig mehrere Tage bis Wochen im Voraus vorbereiten und einfrieren

Wie bereits erwähnt finde ich es in den meisten Fällen nicht erforderlich, Nudelteig einzufrieren um welches auf Vorrat zu haben.

Falls es aus irgendeinem Grund mal doch nötig sein sollte, dann gilt folgendes zu beachten:

Um Nudelteig mehrere Wochen im Voraus vorzubereiten kann man ihn auch tiefgefroren aufbewahren. Dazu sollte man den Teig zu einer dicken Scheibe ausrollen und in einem Gefrierbeutel verpackt einfrieren. Auf diese Weise geht das Auftauen schneller. Eingefroren ist der Teig bis zu 6 Monate haltbar, allerdings kann es sein, dass er nach dem Auftauen an Elastizität verliert.

Nudelteig in der Tiefkühltruhe lagern – So geht’s

  1. Den Nudelteig zu einer etwa 1 cm dicken Scheibe ausrollen
  2. In einem Gefrierbeutel gut verpacken und tiefgekühlt maximal 6 Monate aufbewahren
  3. Vor der Verwendung vollständig auftauen lassen

Der Nachteil bei dieser Methode ist, dass der Nudelteig etwas von seiner Elastizität verliert.

Das macht das Herstellen von manchen Nudelsorten wie z.B. gefüllten Nudeln (Ravioli, Tortellini…) umso schwieriger.

Auch im Geschmack kann es aufgrund des Einfrierens zu einem Verlust kommen, weshalb ich üblicherweise andere Methoden vorziehe, um mit dem Vorbereiten Zeit zu sparen.

Nudelteig vorbereiten: Welche Alternativen gibt es?

Statt nur den Nudelteig vorzubereiten lohnt es sich oft, gleich Nudeln daraus zu formen und diese dann aufzubewahren.

Man kann zum Beispiel sehr gut gefüllte Nudeln wie Ravioli und Tortellini mehrere Wochen im Voraus vorbereiten. Diese kann man dann tiefgefroren sofort in kochendes Wasser geben und muss sie nicht einmal auftauen.

Einfache Nudelsorten wie Bandnudeln, Farfalle und jeglichen anderen Arten ohne Füllung lassen sich hervorragend trocknen. Das ist ganz simpel und erhöht die Haltbarkeit von selbstgemachten Nudeln auf mehrere Monate! Anschließend kann man die Nudeln einfach wie normale getrocknete Nudeln aus dem Supermarkt kochen und voilà!

Viel Erfolg beim Nudeln selber machen!

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