Pesto richtig aufbewahren: So bleibt es lange haltbar

C. Daniel Nudeln aufbewahren Leave a Comment

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Pesto wird meist in größeren Mengen hergestellt, sodass es gleich für mehrere Speisen ausreicht.

Je nachdem, wie lange das Pesto aufbewahrt werden soll und um was für eine Sorte es sich handelt, muss man es auf eine bestimmte Art und Weise lagern.

Sowohl selbst gemachtes als auch gekauftes Pesto ist nach dem Öffnen in der Regel 3 bis 4 Tage im Kühlschrank haltbar. Tiefgefroren hält es sich sogar 4 bis 6 Monate, die längste Haltbarkeit erzielt man jedoch, wenn man es einkocht: In dem Fall kann man es auch nach 9 Monaten noch genießen.

In diesem Beitrag erfährst Du im Detail, wie lange Du Pesto haltbar machen kannst. Außerdem lernst Du einen kleinen Trick kennen, mit dem Du die Haltbarkeit um ein vielfaches verlängerst!

Pesto haltbar machen: Diese Methoden gibt es

Die Haltbarkeit von Pesto hängt davon ab, um was für ein Pesto es sich handelt und wie es gelagert wird.

Es gibt mehrere Methoden, Pesto aufzubewahren:

  • Bei Zimmertemperatur im Dunkeln
  • Im Kühlschrank
  • Im Gefrierschrank
  • Eingekocht im Keller

In dieser Tabelle siehst Du die Haltbarkeit von Pesto je nach Art der Lagerung:

Haltbarkeit von PestoBei Zimmertemperatur (18 bis 22 °C)Im Kühlschrank (5 bis 7 °C)Im Gefrierschrank (-18 °C)
Selbst gemachtes Pesto1 Stunde3 bis 4 Tage4 bis 6 Monate
Gekauftes Pesto (geöffnet)1 Stunde4 bis 5 Tage4 bis 6 Monate
Gekauftes Pesto (ungeöffnet)siehe MHD
Eingekochtes Pesto9 Monate
Nudeln mit Pesto2 Stunden2 bis 3 Tage3 Monate
Diese Tabelle gibt die Haltbarkeit von Pesto bei ungekühlter, gekühlter und tiefgekühlter Lagerung an.

Selbst gemachtes Pesto kann man in der Regel 3 bis 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder 3 bis 4 Monate lang einfrieren. Da es üblicherweise mit frischen Zutaten hergestellt wird, die leicht verderben können, sollte man es ungekühlt nicht länger als 1 Stunde liegen lassen.

Gekauftes Pesto sollte man nach dem Öffnen innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbrauchen und dabei stets gekühlt lagern. Im geschlossenen Zustand kann man auch ungekühlt lange aufbewahren. Für das Erfüllen des Mindesthaltbarkeitsdatums muss es dunkel und trocken gelagert werden.

Eingekochtes Pesto hat mit 6 bis 9 Monaten die längste Haltbarkeit. Dazu muss es an einem dunklen und trockenen Ort, wie den Keller gelagert werden. Beim Einkochen werden alle möglichen Bakterien abgetötet und im Glas entsteht ein Vakuum, das das Pesto vor dem Verderben schützt.

Nudeln mit Pesto sollte man nicht länger als 2 Stunden ungekühlt stehen lassen, da sich Bakterien darin entfalten könnten. Bei gekühlter Lagerung muss man sie innerhalb von 2 bis 3 Tagen aufbrauchen, oder man friert sie für etwa 3 Monate ein. Am besten ist es allerdings, die Nudeln und das Pesto separat aufzubewahren.

Pesto ungekühlt aufbewahren (Für selbst gemachtes Pesto ungeeignet)

In der Regel sind Speisen gekühlt länger haltbar, doch Pesto kann man unter Umständen auch ungekühlt aufbewahren:

  • Nur geschlossenes Pesto aus dem Supermarkt oder eingekochtes Pesto darf ungekühlt aufbewahrt werden
  • Am besten eignet sich ein kühler und schattiger Ort (Vorratskeller). Die Temperatur darf maximal 22 °C betragen
  • Gekochte Nudeln mit Pesto nicht länger als 2 Stunden ungekühlt und bei maximal 22 °C im Dunkeln stehen lassen. Zum schnellen Abkühlen in einen flachen Behälter füllen (nicht verschließen)

Gekauftes Pesto ungekühlt aufbewahren

Gekauftes Pesto ist immer mit einem Haltbarkeitsdatum versehen und wird an einem kühlen und schattigen Ort aufbewahrt. Für eine einwandfreie Haltbarkeit sollte die Temperatur maximal 22 °C betragen und das Pesto-Glas im Dunkeln gelagert werden.

In der Regel ist geschlossenes Pesto noch mehrere Tage nach Ablauf des MHD essbar, die Genießbarkeit kann durch Sehen, Riechen und Schmecken überprüft werden. Nach dem Öffnen muss das Pesto unbedingt im Kühlschrank gelagert werden und ist dort maximal 5 Tage haltbar.

Selbst gemachtes Pesto ungekühlt aufbewahren

Selbst gemachtes Pesto wird mit frischen Zutaten zubereitet und muss daher stets gekühlt aufbewahrt werden. Bei Zimmertemperatur sollte es maximal eine Stunde abgedeckt liegen.

Eingekochtes Pesto ungekühlt aufbewahren

Beim Einkochen werden alle Keime und Bakterien abgetötet und es entsteht ein Vakuum im Aufbewahrungsglas. Dadurch ist eingekochtes Pesto extrem lange haltbar und kann bei ordentlicher Lagerung (im Vorratskeller) noch 9 Monate später verbraucht werden.

Voraussetzung ist, dass beim Einkochen sauber gearbeitet wurde. Weiter unten findest Du mehr Informationen zum genauen Vorgang.

Nudeln mit Pesto ungekühlt lagern

Nudelreste, die bereits mit Pesto vermischt sind, müssen abkühlen und innerhalb von maximal 2 Stunden in den Kühlschrank. Gekochte Nudeln bieten aufgrund des hohen Wassergehalts einen guten Nährboden für Bakterien.

Pesto im Kühlschrank aufbewahren (der beste Weg für offenes & hausgemachtes Pesto)

Bei der Lagerung von Speisen im Kühlschrank spielen hauptsächlich zwei Faktoren eine Rolle:

  • Die Temperatur
  • Die Sauberkeit des Kühlschranks

Die beste Temperatur zum Aufbewahren von Speisen beträgt in der Theorie vier Grad Celsius, doch praktisch gesehen verbraucht ein Kühlschrank dabei sehr viel Strom. 

Ein gutes Mittelmaß zwischen Stromverbrauch und Haltbarkeit findet sich zwischen fünf und sieben Grad Celsius. Wärmer als das darf es keinesfalls werden.

Bei all den Lebensmitteln, die darin gelagert werden, sammelt sich mit der Zeit Schmutz an. Dieser bietet einen Nährboden für Bakterien, deshalb sollte es zur Routine werden, den Kühlschrank einmal im Monat mit Reinigungsmittel oder Essigwasser durchzuwischen.

Zwei Grundregeln für die Lagerung von Speisen im Kühlschrank lauten:

  • Gekochte Speisen, die nach dem Abkühlen noch eine Restwärme enthalten, werden auf das oberste Kühlschrankfach gelegt. Auf diese Weise verteilt sich die Wärme nicht im gesamten Kühlschrank. 
  • Besonders anfälliges Essen oder solches, das lange gelagert werden soll, kommt an den kühlsten Ort im Kühlschrank: die unterste Glasscheibe, über dem Gemüsefach.

Gekauftes Pesto gekühlt aufbewahren

Gekauftes Pesto ist in der Regel nach dem Öffnen noch 5 Tage im Kühlschrank haltbar. Eine längere Haltbarkeit von bis zu vier Wochen erhält man, indem man das Pesto im Glas glattstreicht und eine Schicht Olivenöl darüber gießt. So wird es von der Luft abgeschnitten und verdirbt nicht.

Selbst gemachtes Pesto gekühlt aufbewahren

Selbst gemachtes Pesto sollte man innerhalb von 3 bis maximal 4 Tagen verbrauchen und stets im Kühlschrank aufbewahren. Der Trick mit der Schicht Olivenöl funktioniert hier leider nicht mit Sicherheit, da hausgemachtes Pesto keine Konservierungsstoffe enthält und Gärprozesse nicht verhindert werden.

Nudeln mit Pesto im Kühlschrank aufbewahren

Nudelreste mit Pesto sind im Kühlschrank in der Regel 2 bis 3 Tage haltbar. Dazu füllt man sie in eine Aufbewahrungsbox, lässt sie abkühlen und legt sie luftdicht verschlossen in das oberste Kühlschrankfach. Am besten ist es allerdings, das Pesto separat aufzubewahren und die Nudeln frisch zu kochen.

Pesto im Gefrierschrank aufbewahren (lange Haltbarkeit, wenig Aufwand)

Das Einfrieren von Speisen ermöglicht es, sie deutlich länger aufzuheben als üblich.

Ich habe bereits einen detaillierten Artikel geschrieben, in dem ich erkläre, wie man Pesto am besten einfriert (und wieder auftaut).

Die optimale Temperatur zum Einfrieren beträgt -18 °C, bei diesen Temperaturen werden mikrobakterielle Prozesse fast vollkommen stillgelegt.

Voraussetzung für eine tiefgekühlte Lagerung ist, dass die Speisen vor dem Einfrieren einwandfrei genießbar sind. Bakterien werden beim Einfrieren sozusagen nur „lahmgelegt“ und nicht abgetötet.

Das häufigste Problem beim Einfrieren ist Gefrierbrand, ein Phänomen, bei dem die Konsistenz der Speise verloren geht und ungenießbar wird. 

Um Gefrierbrand zu verhindern, muss man diese Regeln befolgen:

  • Luftdicht lagern
  • Wasserdicht lagern
  • Möglichst luftleer lagern (vakuumiert)

Als Aufbewahrungsmittel eignen sich Gefrierdosen oder Gefrierbeutel. 

Wenn Du selten Speisen einfrierst, kannst Du in diesem Leitfaden die wichtigsten Angaben herausfinden.

Gekauftes Pesto einfrieren

Gekauftes Pesto einzufrieren lohnt sich meistens nicht, da die Haltbarkeit im geschlossenen Zustand bereits sehr hoch ist. Einmal geöffnetes Pesto ist tiefgekühlt 4 bis 6 Monate haltbar und muss nach dem Auftauen innerhalb von 3 Tagen verbraucht werden.

Selbst gemachtes Pesto einfrieren

Selbst gemachtes Pesto Genovese mit Pinienkernen, Olivenöl, Knoblauch, Parmesan und Pecorino kann man einfrieren und problemlos 6 Monate im Gefrierschrank aufbewahren. Am besten sollte es jedoch schnell gegessen werden, denn mit der Zeit schwindet der Geschmack und das Pesto wird braun.

Nudeln mit Pesto einfrieren

Damit die Nudeln nicht weich werden, sollte man Nudeln und Pesto lieber separat einfrieren. Man kann auch Nudeln mit Pesto in einer Gefrierdose 3 Monate lang einfrieren, es lohnt sich aber kaum, denn der Geschmacks- und Konsistenz-Verlust ist hoch.

Pesto im Glas einkochen und lange haltbar machen

Wenn Du Pesto sehr lange haltbar machen willst, aber keinen Platz im Kühlschrank hast, dann ist einkochen (einwecken) die richtige Methode für Dich.

Eingekochtes Pesto ist problemlos 9 Monate haltbar, dabei wird es (ohne Parmesan und Pinienkerne) in einem sterilen Einmachglas 30 Minuten lang gekocht und anschließend abgekühlt. Dabei werden Keime abgetötet und es entsteht ein Vakuum, der das Pesto vor dem Verderben schützt.

Im folgenden Artikel findest Du eine Anleitung zum einfachen Einkochen von selbst gemachter Pesto.

Wie erkennt man schlechtes Pesto?

Die Angst, aus Versehen schlechte Lebensmittel zu verzehren, ist bei vielen ausgeprägt und nicht ganz unbegründet.

Eine Lebensmittelvergiftung kann teilweise schlimme Nebenwirkungen haben, insbesondere mit Botulismus ist nicht zu spaßen.

Das führt dazu, dass in Deutschland jeden Tag Tonnen an Pesto entsorgt werden, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten wurde. Auf diese Weise wird leider viel Essen weggeschmissen, dass eigentlich noch genießbar gewesen wäre.

Um Verschwendung zu verhindern, sollte man vor dem Wegwerfen überprüfen, ob das Essen noch genießbar ist. Zum Glück ist schlechtes Pesto einfach zu erkennen.

Hier ist eine Liste mit Anzeichen für schlechtes Pesto:

  • Gewellter Deckel
  • Unangenehmer Geruch
  • Sichtbarer Schimmel
  • Komischer, säuerlicher Geschmack
  • Das Öl bildet Bläschen
  • Starke Verfärbung von Grün zu Braun

Wenn einer dieser Faktoren zutrifft, ist das Pesto umgehend zu entsorgen. Gehe immer in der folgenden Reihenfolge vor und entsorge das Essen bei geringstem Verdacht. So lässt sich unnötige Verschwendung vermeiden und Lebensmittelvergiftung sicher verhindern:

  1. Sehen: Sind Veränderungen der Farbe, Struktur oder Schimmel zu erkennen?
  2. Riechen: Riecht die Speise ungewohnt, unangenehm?
  3. Fühlen: Fühlt sich die Konsistenz verändert an?
  4. Schmecken: Wie schmeckt ein kleines Stück der Speise? 

Zwar kann schlechtes Essen nicht immer so einfach erkannt werden, auf Pesto trifft dies allerdings nicht zu. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt Folgendes:

Bei gekühlten Fertigprodukten, wie Teigwaren, Frikadellen oder Würstchen, helfen die Sinnesorgane nicht sicher weiter. Krankmachende Keime können so nicht erkannt werden. Solche Lebensmittel sollten nicht lange über das MHD hinaus verwendet werden.

Bundeszentrum für Ernährung – Lebensmittelverderb erkennen

Wenn Du Dich an die Haltbarkeitsangaben für Pesto aus diesem Beitrag hältst und die Genießbarkeit bei längerer Lagerung testest, gehst Du kein Risiko ein.

Sobald der Zeitraum überschritten ist, und Du Dir nicht mehr sicher bist, ob es genießbar ist, solltest Du es entsorgen.

Mehr Informationen darüber, wie man verdorbene Lebensmittel richtig entsorgt, findest Du in diesem Beitrag des Gesundheitsmagazins der AOK.

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