Image

Fettuccine selber machen


Dieser Beitrag enthält möglicherweise Affiliate Links*. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.


Gefällt Dir der Beitrag? Teile ihn mit Freunden!

Fettuccine sind besonders in Süditalien und Rom beliebt. Sie erinnern in der Form sehr stark an Tagliatelle, sind aber maximal 8 mm breit und basieren nicht auf einem Eierteig, sondern auf einer Mischung aus Semolina und Wasser.

Diese weichere Teigmischung ist einfacher von Hand auszurollen als ein Eierteig, lässt sich dafür aber nicht ganz so dünn walzen. Aus diesem Grund sind Fettuccine typischerweise etwas dicker als Tagliatelle.

Wie macht man Fettuccine? Fettuccine werden mit einem Teig auf Wasserbasis hergestellt den man auf etwa 1 mm ausrollt. Anschließend wird der Teig bemehlt, mehrmals gefaltet und in 6 mm breite Stücke geschnitten. So entstehen Fettuccine, die man dann am besten auflockert und vor dem Kochen in kleinen Nestern luftig verteilt.

Als erstes widme ich mich der Zubereitung und dem Ausrollen eines Nudelteigs auf Wasserbasis. Dazu erkläre ich die Herstellung mit einem Nudelholz, mit meiner Nudelmaschine und mit einem Pastamaker.

Als nächstes zeige ich eine Methode mit der Du die selbst gemachten Nudeln monatelang aufbewahren kannst (ohne sie einzufrieren).

Abschließend erkläre ich welche Soßen zu Fettuccine passen und liste die prominentesten Rezepte auf, die traditionell damit gemacht werden.

Viel Erfolg beim Fettuccine selber machen!

Fettuccine selber machen – So geht’s

Für selbst gemachte Fettuccine brauchst Du:

  • Eine Arbeitsfläche mit viel Platz (am besten ist ein Holzuntergrund)
  • Ein Nudelholz (je breiter, desto besser)
  • Die Zutaten für den Teig

Für den Teig mache ich einen Veganen Nudelteig aus Wasser und Semola.

Die Zutaten sind:

  • 400 g Semola, Rimacinata (Fein gemahlenes Hartweizengrieß)
  • 190 ml Wasser

Traditionell werden Fettuccine mit diesem (oder einem vergleichbaren) Nudelteig hergestellt, in Wahrheit funktioniert diese Nudelsorte aber auch mit anderen Teig-Mischungen sehr gut.

Für etwas Abwechslung kannst Du in den Rezepten vorbeischauen, dort gibt es unter anderem Rezepte für glutenfreien Teig, Vollkorn-Teig und sogar einen Schwarzen Teig! (Zum Anzeigen der Teig-Rezepte einfach den Filter benutzen)

Schritt 1: Den Fettuccine-Teig vorbereiten


1.1 Das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche häufen und in der Mitte eine Mulde formen.

1.2 Das Wasser nach und nach in die Mulde geben und mit einer Gabel verrühren, bis ein krümeliger Teig entsteht. Diesen mit den Händen zu einer lockeren Kugel formen.

1.3 Auf der sauberen Arbeitsfläche 10-15 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Dazu den Teig mit den Handballen wegdrücken und mit den Fingern wieder zurückziehen. Dabei immer wieder um 90° wenden. 

1.4 Den Teig flach drücken, sodass eine Scheibe entsteht. Fest in Frischhaltefolie verpacken oder in eine Schüssel mit Deckel legen und mindestens 30 Minuten im dunkeln ruhen lassen.

Schritt 2: Den Fettuccine-Teig ausrollen


2.1 Den Teig in 4 Stücke teilen (jeweils etwa 100g) und nacheinander bearbeiten. Dabei die restlichen Stücke luftdicht aufbewahren.

2.2 Den Teig mit dem Handballen zu einer Scheibe pressen.

2.3 Mit dem Nudelholz mittig aufsetzen und in kleinen Vor- und Zurückbewegungen nach vorne ausrollen.

2.4 Den Teig um 90° drehen und den Vorgang wiederholen, bis der Teig die gewünschte Dicke hat.

Schritt 3: Die Fettuccine formen


3.1 Den Teig etwa 1 mm dünn ausrollen und mit Mehl bestreuen

3.2 Den Teig zwei Mal falten

3.3 In 6 mm breite Streifen schneiden

3.4 Die Tagliatelle auflockern und bis zur Verwendung luftig verteilen

Schritt 4: Die Fettuccine kochen


Je nachdem, ob Du die Fettuccine sofort weiterverarbeitest, einige Zeit ruhen lässt oder für spätere Zeiten trocknest und aufbewahrst, unterscheiden sich die Kochzeiten.

Kochzeiten für Fettuccine im Überblick:

TrockenzeitKochzeit
keine2 – 3 min
15 – 30 min3 – 5 min
länger als 30 min5 – 10 min
Kochzeiten für Fettuccine

Die Kochzeit für frisch hergestellte Fettuccine beträgt 2 – 3 Minuten. Lässt man sie zuvor 15 – 30 Minuten liegen erhöht sich die Kochzeit auf 3 – 5 Minuten. Getrocknete Fettuccine brauchen mit bis zu 10 Minuten am längsten. Je nachdem ob die Nudeln weich oder bissfest bevorzugt werden, kann die Garzeit angepasst werden.

Fettuccine mit einer Nudelmaschine selber machen

Wenn Du eine Nudelmaschine besitzt kannst Du Dir die Arbeit deutlich einfacher machen.

Vor allem das Ausrollen mit dem Nudelholz macht zwar Spaß, ist aber für den regelmäßigen Genuss von Frischer Pasta nur für diejenigen geeignet, die über viel Zeit und Geduld verfügen.

Für Fettuccine kommt meine Nudelmaschine 2 Mal in den Einsatz:

  • Zum Ausrollen des Teigs
  • Zum Formen der Fettuccine

Dazu rolle ich den Nudelteig ein- oder zweimal durch jede Stufe bis zur Stufe 6. Das entspricht einer Teig-Dicke von 1 mm. Dann befestige ich den Aufsatz (eigentlich ein Aufsatz für Fettuccine, aber die Sorten sind ja fast identisch) und Walze den Teig durch, bis die Nudeln geformt sind.

Das Ausrollen mit der Nudelmaschine geht etwa zwei- bis dreimal so schnell wie mit dem Nudelholz. 

Ein Vorteil ist, dass der Teig immer perfekt gleichmäßig ausgerollt wird und man damit auch empfindlichere Teigmischungen walzen kann, ohne dass der Teig reisst.

Hier ist eine Anleitung in der ich genau beschreibe, wie man Nudelteig mit einer Nudelmaschine walzen kann. 

Eine manuelle Nudelmaschine ist im Gegensatz zu einer motorisierten Nudelmaschine oder einem Pastamaker recht günstig. Ich benutze ein Modell von Marcato das ich gerne weiterempfehle. 

Hier kannst Du Dir meine Nudelmaschine auf Amazon ansehen.

Fettuccine mit einem Pastamaker selber machen

Mit einem Pastamaker kann man sich das Leben ganz einfach machen, dieser nimmt einem nämlich die ganze Arbeit ab.

Ich persönlich knete meinen Nudelteig gerne selbst, wenn es aber schnell gehen muss ist ein Pastamaker aber eine gute Lösung.

Die Zutaten werden einfach in einen Behälter geworfen und dann automatisch geknetet. Nach einiger Zeit (bei manchen Modellen geht es sogar in nur 10 Minuten!) wird der Teig durch eine Formscheibe gepresst und die Nudeln kommen fertig geformt raus. Nur schneiden muss man sie noch.

Ein Pastamaker ist im Gegensatz zu einer manuellen Nudelmaschine relativ teuer, der Preis relativiert sich aber etwas dadurch, dass es eine riesige Auswahl an Formscheiben gibt, mit denen man die kreativsten Nudelformen herstellen kann.

Diese Formscheiben kann man für einen Penny erwerben während ein weiterer Nudelmaschinen-Aufsatz dagegen schon teuerer ist.

Bei Pastamakern gibt es unterschiedliche Modelle die auch unterschiedlich funktionieren.

Bei diesen Geräten solltest Du dir genau überlegen, welches am besten passt.

Zum Glück habe ich einen Einkaufs-Guide mit den besten Pastamakern geschrieben!

Fettuccine vorbereiten und lange aufbewahren

Maccheroni kannst Du ganz einfach trocknen, indem Du sie auf einem Küchentuch oder Backblech ausbreitest und 24 – 48 Stunden ruhen lässt. Zwischendurch solltest Du sie ein- oder zweimal wenden um sicherzugehen, dass sie überall gleichmäßig trocknen.

Dann Kannst Du sie in eine Luftdichten Box füllen. Die Nudeln sollten im Trockenen und Dunkeln aufbewahrt werden und sind maximal 6 Monate Haltbar.

Welche Soßen passen zu Fettuccine?

Fettuccine passen sehr gut zu dicken Käse- und Sahnesoßen, Fleischsoßen oder Ragù. Auch mit Fisch und Gemüse kann man die Langen Nudeln genießen.

Das bekannteste Fettuccine Gericht ist wohl Fettuccine Alfredo.

Gefällt Dir der Beitrag? Teile ihn mit Freunden!