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Lorighittas selber machen


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Lorighittas sind eine seltene Nudelsorte, von der nur die wenigsten bereits gehört haben dürften. Es handelt sich um doppelt genommene, gedrehte Stränge aus dünnen, spaghetti-förmigen Nudeln.

Sie werden in ganz Italien ausschließlich in einem kleinen Dorf namens Morgongiori, an der Westküste in der Mitte Sardiniens hergestellt. Traditionell werden Lorighittas an Allerheiligen am 1 November gegessen.

Als erstes zeige ich, wie Du den richtigen Teig für Lorighittas zubereitest und die Nudeln formst.

Dann gebe ich Angaben für die richtigen Kochzeiten und nenne einen Weg, wie Du die selbst gemachten Nudeln lange aufbewahren kannst ohne sie einzufrieren.

Als letztes erfährst Du, welche Gerichte am besten zu Lorighittas passen, also bleib dran.

Viel Erfolg beim Lorighittas selber machen!

Lorighittas selber machen – So geht’s

Für selbst gemachte Lorighittas brauchst Du:

  • Eine Arbeitsfläche mit viel Platz (am besten ist ein Holzuntergrund)
  • Die Zutaten für den Teig
  • Eine gesunde Dosis Geduld und genug Zeit
  • Fingerfertigkeit

Für den Teig für Lorighittas benutze ich ein Rezept für Nudelteig mit Hartweizenmehl.

Die Zutaten sind:

  • 1/2 TL Salz
  • 200 ml warmes Wasser
  • 400 g feines Hartweizenmehl (semola rimacinata)

Im Prinzip kannst Du auch eines der anderen Rezepte für Nudelteig benutzen.

Das beste Ergebnis erzielt man aber mit einem Teig aus Wasser und Hartweizenmehl, da dieser deutlich weicher wird und sich einfacher von Hand formen lässt.

Im Allgemeinen eignet sich Eierteig auch geschmacklich nicht für dicke, rustikalere Nudelsorten wie z.B Orrecchiette oder eben Lorighittas.

Schritt 1: Den Lorighittas-Teig vorbereiten


1.1 Das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche häufen und in der Mitte eine Mulde formen.

1.2 Das Wasser nach und nach in die Mulde geben und mit einer Gabel verrühren, bis ein krümeliger Teig entsteht. Diesen mit den Händen zu einer lockeren Kugel formen.

1.3 Auf der sauberen Arbeitsfläche 10-15 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Dazu den Teig mit den Handballen wegdrücken und mit den Fingern wieder zurückziehen. Dabei immer wieder um 90° wenden. 

1.4 Den Teig flach drücken, sodass eine Scheibe entsteht. Fest in Frischhaltefolie verpacken oder in eine Schüssel mit Deckel legen und mindestens 30 Minuten im dunkeln ruhen lassen.

Schritt 2: Die Lorighittas formen


2.1 Kleine Teigstücke jeweils zu spaghettiförmigen Strängen mit 2,5 mm Durchmesser ausrollen

2.2 Einen Strang von 20 cm Länge abteilen zweimal um den Finger legen und die Enden zusammendrücken. Überschüssige Enden abknipsen.

2.3 Den doppelten Ring an der Verbindungsstelle festhalten und mit der anderen Hand drehen, als wenn man eine Uhr aufdrehen würde.

2.4 Den Vorgang wiederholen, bis der gesamte Teig verbraucht ist. die Lorighittas nach und nach nebeneinander legen und nicht stapeln.

Schritt 3: Die Lorighittas kochen


Je nachdem, ob Du die Lorighittas sofort weiterverarbeitest, einige Zeit ruhen lässt oder für spätere Zeiten trocknest und aufbewahrst, unterscheiden sich die Kochzeiten.

Kochzeiten für Lorighittas im Überblick:

TrockenzeitKochzeit
keine3 – 5 min
15 – 30 min5 – 7 min
länger als 30 min7 – 12 min
Kochzeiten für Lorighittas

Die Kochzeit für frisch hergestellte Lorighittas beträgt 3 – 5 Minuten. Lässt man sie zuvor 15 – 30 Minuten liegen erhöht sich die Kochzeit auf 5 – 7 Minuten. Getrocknete Lorighittas brauchen mit bis zu 12 Minuten am längsten. Je nachdem ob die Nudeln weich oder bissfest bevorzugt werden, kannst Du die Garzeit anpassen.

Lorighittas vorbereiten und lange aufbewahren

Lorighittas kannst Du ganz einfach trocknen, indem Du sie auf einem Küchentuch oder Backblech ausbreitest und 24 – 48 Stunden ruhen lässt. Zwischendurch solltest Du sie ein- oder zweimal wenden um sicherzugehen, dass sie überall gleichmäßig trocknen.

Dann Kannst Du sie in eine Luftdichten Box füllen. Die Nudeln sollten im Trockenen und Dunkeln aufbewahrt werden und sind maximal 6 Monate Haltbar.

Welche Soßen passen zu Lorighittas?

„Die traditionelle Sauce für diese Pasta wird mit einem jungen Hahn zubereitet, Der Herbst war die Zeit, in der die überflüssigen Hähne gegessen wurden, bevor sie die Geschlechtsreife erreichten“

Bennison, V. (2020). Pasta tradizionale – Die original-Rezepte aus ganz Italien (2. Aufl.). EMF.

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