Semmelknödel aufbewahren: So bleiben sie lange haltbar

C. Daniel Nudeln aufbewahren

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Semmelknödel sind etwas kleiner als Kartoffelknödel, aber mindestens genauso beliebt! Deshalb bleiben selten welche übrig, denn sie werden meistens bis zum letzten Stück verputzt.

Hat man dann doch einmal zu viele Klöße zubereitet, kann man sie ganz einfach zu einem späteren Zeitpunkt aufwärmen.

Damit sie lange haltbar bleiben, muss man sie nur auf die richtige Art und Weise lagern.

Wie lange sind Semmelknödel haltbar? Semmelknödel sind sowohl roh als auch gekocht 3 bis 4 Tage im Kühlschrank haltbar. Tiefgefroren halten sich die Klöße sogar 3 bis 6 Monate lang. Ungekühlt sollte man sie auf keinen Fall länger als 2 Stunden liegen lassen, damit sie garantiert nicht verderben.

In diesem Artikel findest Du heraus, wie Du Semmelknödel am besten aufbewahrst und haltbar machst.

Semmelknödel haltbar machen: Diese Methoden gibt es

Semmelknödel sind je nach Art der Lagerung und Zustand unterschiedliche lange haltbar.

Du kannst sie:

  • Bei Zimmertemperatur aufbewahren
  • Im Kühlschrank lagern
  • für lange Zeit einfrieren

In der folgenden Tabelle findest Du die Haltbarkeit von Semmelknödeln ungekühlt, im Kühlschrank und im Gefrierschrank heraus:

Haltbarkeit von SemmelknödelnBei Zimmertemperatur (18 bis 22 °C)Im Kühlschrank (5 bis 7 °C)Im Gefrierschrank (-18 °C)
Rohe Semmelknödel (ungekocht)2 Stunden4 bis 5 Tage6 Monate
Gekochte Semmelknödel2 Stunden3 bis 4 Tage3 Monate
Semmelknödel-Teig2 Stunden1 Tag6 Monate, erst formen
Semmelknödel mit Sauce2 Stunden2 bis 3 Tage3 Monate
Gebratene Semmelknödel2 Stunden2 bis 3 Tage2 Monate
Speckknödel2 Stunden2 bis 3 Tage1 bis 2 Monate
Kaspressknödel (mit Käse)2 Stunden2 bis 3 Tage3 Monate
Spinat-Knödel2 Stunden2 bis 3 Tage3 Monate
Semmelbrötchen (Knödelbrot)2 bis 3 Tage1 bis 3 Monate
Semmelbrösel6 Monate
Diese Tabelle gibt die Haltbarkeit von Semmelknödeln ungekühlt, im Kühlschrank und im Gefrierschrank an.

Rohe, ungekochte Semmelknödel sind in der Regel 4 bis 5 Tage bei gekühlter Lagerung haltbar. Man kann sie auch einfrieren und bis zu 6 Monate lang aufbewahren. Ungekühlt sollte man sie nicht länger als 2 Stunden liegen lassen.

Bereits gekochte Semmelknödel kann man problemlos 3 bis 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Tiefgefroren halten sie sich etwa 3 Monate. Bei Zimmertemperatur sollte man die Klöße stets schnell wegräumen, nach 2 Stunden müssen sie spätestens gekühlt werden.

Der Teig für Semmelknödel muss erst zu Kugeln geformt werden und ist dann 4 bis 5 Tage gekühlt haltbar. Für eine lange Aufbewahrung kann man ihn einfrieren, auf diese Weise ist er auch nach 6 Monaten noch gut. Ungekühlt darf man Semmelknödel-Teig nicht länger als 2 Stunden liegen lassen.

Gebratene Semmelknödel sollte man maximal 2 Stunden ungekühlt stehen lassen. Anschließend kann man sie 2 bis 3 Tage im Kühlschrank lagern oder 2 Monate lang einfrieren.

Speckknödel sind in der Regel 2 bis 3 Tage gekühlt haltbar, da Speck enthalten ist, kann man sie allerdings nur maximal 2 Monate lang einfrieren. Übrig gebliebene Reste muss man spätestens nach 2 Stunden gekühlt lagern.

Käseknödel sind etwa so lange haltbar wie normale Knödel und können 2 bis 3 Tage im Kühlschrank und 3 Monate im Gefrierschrank aufbewahrt werden. Wie alle warmen Speisen sollte man sie ungekühlt maximal 2 Stunden liegen lassen.

Spinat-Knödel kann man problemlos 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Man kann sie auch einfrieren und nach 3 Monaten noch verbrauchen. Das mehrfache Aufwärmen führt zu einem erhöhten Nitrat-Gehalt im Spinat, der zwar vom Bundeszentrum für Ernährung als unbedenklich eingestuft wird, aber von schwangeren Frauen lieber vermieden werden sollte.

Semmelbrötchen sind mehrere Tage bei Zimmertemperatur haltbar, werden aber nach 24 Stunden hart. Tiefgefroren kann man sie 1 bis 3 Monate aufbewahren. 2 bis 3 Tage alte Semmeln eignen sich perfekt für selbst gemachte Semmelknödel.

Semmelbrösel halten sich in der Regel 6 bis 12 Monate bei Zimmertemperatur. Damit sie nicht Schimmeln müssen sie vollständig durchgetrocknet sein und im Dunkeln gelagert werden. Um die Haltbarkeit zu verbessern, kann man ein sauberes, getrocknetes Lorbeer-Blatt in die Aufbewahrungsdose legen.

Bei Zimmertemperatur aufbewahren (18 – 22 °C)

Frisch gekochtes Essen sollte man niemals direkt in den Kühlschrank legen, denn die restliche Hitze des Gerichts wird zu einem Magnet für Bakterien.

Eine Grundregel lautet also, Essen immer erst abkühlen zu lassen. Aber nur für maximal 2 Stunden, denn dann beginnen sich ebenfalls viele Bakterien zu bilden.

Besonders gekochte Gerichte sind gefährdet, denn ein hohes Wassergehalt erleichtert es ihnen, sich zu vermehren.

Um den Abkühlprozess zu beschleunigen, kannst Du das gekochte Essen in flache Behälter füllen und erst nach dem Auskühlen luftdicht verschließen.

Gekochte Semmelknödel bei Zimmertemperatur aufbewahren – So geht’s:

Nach dem Kochen dürfen Semmelknödel maximal 2 Stunden ungekühlt stehen. Um das Abkühlen zu beschleunigen, füllt man sie, am besten ohne Soße oder Beilage in eine Aufbewahrungsbox. Sobald die Klöße abgekühlt sind, müssen sie luftdicht verschlossen in den Kühlschrank oder Gefrierfach.

  1. Semmelknödel am besten ohne Soße in eine flache Aufbewahrungsbox legen
  2. Vollständig abkühlen lassen und den Deckel luftdicht verschließen
  3. Nicht länger als 2 Stunden bei Zimmertemperatur liegen lassen
  4. In den Kühlschrank stellen oder zum Einfrieren vorbereiten

Frische Semmelknödel (ungekocht) bei Zimmertemperatur aufbewahren – So geht’s:

Frische Semmelknödel können im Voraus hergestellt und einen Tag später gekocht werden, müssen aber umgehend in den Kühlschrank. Es sei denn, die Knödel sollen innerhalb der nächsten Stunde gekocht werden, dann reicht es nämlich, sie mit einem sauberen Tuch abzudecken.

  1. Die Semmelknödel mit einem sauberen Tuch abdecken und maximal 1 Stunde liegen lassen.
  2. Dann entweder kochen oder ab damit in eine luftdichte Box in den Kühlschrank

Semmelbrötchen bei Zimmertemperatur aufbewahren – So geht’s:

Frische Semmelbrötchen kann man 2 bis 3 Tage aufbewahren, werden aber nach 24 Stunden schon hart. Länger sollte man sie nicht aufheben, da die Brötchen anfällig für Schimmel sind.

  1. Die Brötchen bei Zimmertemperatur lagern
  2. In einem Brotkasten oder einer Papiertüte aufbewahren
  3. Nach 2 Tagen zu Semmelbröseln verarbeiten

Semmelbrösel bei Zimmertemperatur aufbewahren – So geht’s:

Getrocknete Semmelbrösel haben logischerweise einen geringen Wassergehalt und bieten Bakterien daher wenig Angriffsfläche. Bei guter Lagerung im Dunkeln und Trockenen halten sie sich problemlos 6 bis 8 Monate.

  1. 2 bis 3 Tage alte Semmelbrötchen klein schneiden
  2. auf einem Backblech ausbreiten, mit einem Geschirrtuch abdecken und trocken lassen
  3. Sobald durchgetrocknet in einer Dose aufbewahren und innerhalb von 6 Monaten verwenden

Im Kühlschrank aufbewahren (5 – 7 °C)

Bei der Lagerung von Speisen im Kühlschrank spielen hauptsächlich zwei Faktoren eine Rolle:

  • Die Temperatur
  • Die Sauberkeit des Kühlschranks

Die beste Temperatur zum Aufbewahren von Speisen beträgt in der Theorie vier Grad Celsius, doch praktisch gesehen verbraucht ein Kühlschrank dabei sehr viel Strom.

Ein gutes Mittelmaß zwischen Stromverbrauch und Haltbarkeit findet sich zwischen fünf und sieben Grad Celsius. Wärmer als das darf es keinesfalls werden.

Bei all den Lebensmitteln, die darin gelagert werden, sammelt sich mit der Zeit Schmutz an. Dieser bietet einen Nährboden für Bakterien, deshalb sollte es zur Routine werden, den Kühlschrank einmal im Monat mit Reinigungsmittel oder Essigwasser durchzuwischen.

Zwei Grundregeln für die Lagerung von Speisen im Kühlschrank lauten:

  • Gekochte Speisen, die nach dem Abkühlen noch eine Restwärme enthalten, werden auf das oberste Kühlschrankfach gelegt. Auf diese Weise verteilt sich die Wärme nicht im gesamten Kühlschrank.
  • Besonders anfälliges Essen oder solches, das lange gelagert werden soll, kommt an den kühlsten Ort im Kühlschrank: die unterste Glasscheibe, über dem Gemüsefach.

Gekochte Semmelknödel im Kühlschrank aufbewahren – So geht’s:

Gekochte Semmelknödel kann man im Kühlschrank 3 bis 4 Tage aufbewahren. Dazu leert man sie in eine flache Aufbewahrungsbox, lässt sie abkühlen, verschließt die Box luftdicht und legt sie in das oberste Fach des Kühlschranks. Am besten ist es, Klöße und Sauce oder Beilage separat zu lagern.

  1. Die Semmelknödel in eine flache Aufbewahrungsbox leeren
  2. Maximal 2 Stunden abkühlen lassen
  3. Die Box luftdicht verschließen
  4. Die Klöße in das oberste Kühlschrankfach legen

Frische (selbst gemachte) Semmelknödel im Kühlschrank aufbewahren – So geht’s:

Selbst gemachte Semmelknödel sind vor dem Kochen 4 bis 5 Tage im Kühlschrank haltbar. Dazu legt man sie in eine flache Aufbewahrungsbox, ohne sie zu stapeln und lagert sie im untersten Kühlschrankfach für die längste Haltbarkeit.

  1. In eine flache Aufbewahrungsbox legen und nicht quetschen
  2. Die Box luftdicht verschließen
  3. Für lange Haltbarkeit im untersten Kühlschrankfach lagern

Semmelknödel-Teig im Kühlschrank aufbewahren – So geht’s:

Der Teig für Semmelknödel kann problemlos einen Tag im Voraus zubereitet und im Kühlschrank gelagert werden. Für eine längere Aufbewahrungsdauer kann man die Knödel erst formen, dann sind sie bis zu 4 Tage haltbar.

  1. Die Schüssel mit dem Teig mit Frischhaltefolie abdecken
  2. Alternativ in eine luftdichte Aufbewahrungsbox füllen
  3. 24 Stunden lang Aufbewahren
  4. Für längere Haltbarkeit bis zu 4 Tage, erst die Klöße formen

Im Gefrierschrank aufbewahren (-18 °C)

Das Einfrieren von Speisen ermöglicht es, sie deutlich länger aufzuheben als üblich.

Ich habe bereits einen detaillierten Artikel geschrieben, in dem ich erkläre, wie man Semmelknödel am besten einfriert (und wieder auftaut).

Die optimale Temperatur zum Einfrieren beträgt -18 °C, bei diesen Temperaturen werden mikrobakterielle Prozesse fast vollkommen stillgelegt.

Die Voraussetzung für die tiefgekühlte Lagerung ist, dass die Speise vor dem Einfrieren einwandfrei genießbar ist, denn Bakterien werden beim Einfrieren nur lahmgelegt, nicht getötet.

Die größte Gefahr beim Einfrieren ist Gefrierbrand, ein Phänomen, bei dem die Speise ungenießbar wird. Für die Lagerung im Tiefkühler gibt es drei grundlegende Regeln:

  • Luftdicht lagern
  • Wasserdicht lagern
  • Möglichst luftleer lagern (vakuumiert)

Als Aufbewahrungsmittel eignen sich Gefrierdosen oder Gefrierbeutel.

Wenn Du selten Speisen einfrierst, kannst Du in diesem Leitfaden von Zaubertopf.de die wichtigsten Angaben herausfinden.

Wie erkennt man schlechte Semmelknödel?

In Deutschland wird jeden Tag viel Essen entsorgt, das eigentlich noch gut gewesen wäre. Ein Teil des Problems ist ein Missverständnis um die Definition des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Meistens sind Waren aus dem Supermarkt noch mehrere Tage über das MHD hinaus haltbar und werden dennoch entsorgt.

Anders sieht es mit dem Verbrauchdatum aus. Produkte, die damit gekennzeichnet sind (Eier, Hackfleisch), dürfen auf keinen Fall länger aufbewahrt werden.

Doch abgesehen von solchen Lebensmitteln, wie findet man heraus, ob ein Gericht noch genießbar ist?

Meistens kann man sich auf die eigenen Sinne verlassen, die es einem verraten. Dazu geht man in dieser Reihenfolge vor:

  1. Sehen: Sind Veränderungen der Farbe, Struktur oder Schimmel zu erkennen?
  2. Riechen: Riecht die Speise ungewohnt, unangenehm?
  3. Fühlen: Fühlt sich die Konsistenz verändert an?
  4. Schmecken: Wie schmeckt ein kleines Stück der Speise?

Sobald bei einem Punkt Zweifel bestehen, muss die Speise entsorgt werden. Hier sollte man lieber kein Risiko eingehen.

Doch nicht immer kann man schlechtes Essen auf diese Weise ausmachen. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt dazu folgendes:

Bei gekühlten Fertigprodukten, wie z. B. Teigwaren, Frikadellen oder Würstchen, helfen die Sinnesorgane nicht sicher weiter. Krankmachende Keime können so nicht erkannt werden. Solche Lebensmittel sollten nicht lange über das MHD hinaus verwendet werden.

Bundeszentrum für Ernährung – Lebensmittelverderb erkennen

Wenn Du Dich an die Haltbarkeitsangaben aus diesem Beitrag hältst und die Semmelknödel ordnungsgemäß lagerst, dann musst Du Dir keine Sorgen über eine Lebensmittelvergiftung machen.

Sobald der Zeitraum überschritten ist, und Du Dir nicht mehr sicher bist, ob Deine Semmelknödel genießbar sind, musst Du sie entsorgen.

Mehr Informationen darüber, wie man verdorbene Lebensmittel richtig entsorgt, findest Du in diesem Beitrag des Gesundheitsmagazins der AOK.

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