Spätzle aufbewahren: So bleiben sie lange haltbar

C. Daniel Nudeln aufbewahren Leave a Comment

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Spätzle sind sehr beliebt, deshalb kommt es selten vor, dass nicht alle gegessen werden.

Wenn aber dennoch Reste übrig bleiben, muss man sie nicht gleich wegwerfen.

Wie lange sind Spätzle haltbar? Gekochte und gebratene Spätzle halten sich in der Regel 3 bis 4 Tage im Kühlschrank bei einer Temperatur von 5 bis 7 °C. Ungekühlt sollte man sie nicht länger als 2 Stunden liegen lassen. Man kann Spätzle und Knöpfle auch problemlos 3 Monate einfrieren.

In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du selbst gemachte oder gekaufte Spätzle lange haltbar machst.

Wie lange sind Spätzle haltbar?

Die Haltbarkeit von Spätzle oder Knöpfle hängt davon ab, wie sie zubereitet wurden und wie sie gelagert werden. Du kannst sie:

  • Bei Zimmertemperatur liegen lassen (max. 2 Stunden)
  • Im Kühlschrank aufbewahren (3 bis 4 Tage)
  • Einfrieren (ca. 3 Monate)

In der folgenden Tabelle siehst Du, wie lange Spätzle bei jeder Lagerungsmethode haltbar sind:

Haltbarkeit von SpätzleBei Zimmertemperatur (18 bis 20 °C)Im Kühlschrank (5 bis 7 °C)Im Gefrierschrank (-18 °C)
selbst gemachte Spätzle (frisch gekocht)2 Stunden3 bis 4 Tage3 Monate
gekaufte Spätzle (geöffnet)1 Stunde3 bis 4 Tage3 Monate
gekaufte Spätzle (ungeöffnet)1 StundeSiehe MHD 6 Monate
gebratene Spätzle2 Stunden2 bis 3 Tage2 Monate
Käsespätzle2 Stunden4 bis 5 Tage2 Monate
Spinat-Spätzle2 Stunden3 bis 4 Tage3 Monate
Spätzle-Teig1 Stunden2 Tage1 bis 2 Monate
Diese Tabelle gibt die Haltbarkeit von Spätzle bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank und im Gefrierschrank an.

Selbst gemachte Spätzle werden sofort gekocht und sind dann ungekühlt etwa 2 Stunden haltbar. Um Kühlschrank kann man sie etwa 3 bis 4 Tage aufbewahren, oder man friert sie ein und konsumiert sie innerhalb von 3 Monaten.

Gekaufte Spätzle sollte man nach dem Öffnen innerhalb von 3 bis 4 Tagen konsumieren. Dabei muss man sie gekühlt lagern und nicht länger als 1 Stunde bei Zimmertemperatur liegen lassen. Ist die Packung noch verschlossen, gilt das angegebene MHD. Tiefgekühlt halten sich Spätzle 3 bis 6 Monate.

Gebratene Spätzle kann man in der Regel 2 bis 3 Tage gekühlt lagern oder 2 Monate lang einfrieren. Ungekühlt sollte man sie nicht länger als 2 Stunden liegen lassen, da sich Bakterien entfalten könnten.

Die Haltbarkeit von Spinat-Spätzle unterscheidet sich nicht von der für normale Spätzle. Spinat-Spätzle lassen sich im gekochten Zustand sowohl gekühlt als auch tiefgefroren lagern und können ohne Bedenken wieder aufgewärmt werden. Nur für Säuglinge und schwangere Frauen sollte der Konsum aufgrund des erhöhten Nitrat-Gehalts vermieden werden.

Spätzle-Teig enthält rohes Ei und sollte daher nicht länger als 1 Stunde ungekühlt liegen. Im Kühlschrank hält es problemlos 2 Tage, weil die Hitze beim Kochen der Spätzle mögliche Bakterien abtötet. Man kann den Teig auch einfrieren und auf diese Weise für 1 bis 2 Monate haltbar machen.

Spätzle ungekühlt lagern (18 bis 22 °C)

Leitfaden zur Aufbewahrung von Speisen bei Zimmertemperatur:

  • In der Regel die Speisen nicht länger als 2 Stunden stehen lassen
  • Warmes Essen zum schnellen Abkühlen in einen flachen Behälter füllen (nicht verschließen)
  • Bei Temperaturen von über 22 °C das Essen nicht ungekühlt stehen lassen
  • Speisen vor direkter Lichteinstrahlung schützen
  • Kalte Speisen abdecken
  • Beim wieder aufwärmen mindestens 3 Minuten bei über 70 °C erhitzen

Frisch gekochtes Essen sollte man niemals direkt in den Kühlschrank legen, denn die restliche Hitze des Gerichts wird zu einem Magnet für Bakterien. 

Eine Grundregel lautet also, Essen immer erst abkühlen zu lassen. Aber nur für maximal 2 Stunden, denn dann beginnen sich ebenfalls viele Bakterien zu bilden.

Besonders gekochte Gerichte sind gefährdet, denn ein hohes Wassergehalt erleichtert es ihnen, sich zu vermehren.

Um den Abkühlprozess zu beschleunigen, kannst Du das gekochte Essen in flache Behälter füllen und erst nach dem Auskühlen luftdicht verschließen.

Gekochte & gebratene Spätzle ungekühlt aufbewahren

Spätzle haben nach dem Kochen einen hohen Wassergehalt, dadurch wird das Risiko für Bakterienbefall erhöht. Reste müssen innerhalb von 2 Stunden gekühlt gelagert werden, dazu leert man sie am besten in eine offene flache Aufbewahrungsbox, damit sie schneller abkühlen.

Käsespätzle ungekühlt aufbewahren

Auch Käsespätzle dürfen maximal 2 Stunden bei Zimmertemperatur liegen. Dabei sollte die Temperatur nicht mehr als 22 °C betragen und das Gericht fern von direkter Lichteinstrahlung gelagert werden.

Spätzle aus dem Supermarkt ungekühlt aufbewahren

Spätzle aus dem Supermarkt werden im Kühlregal gelagert und müssen spätestens 2 Stunden nach dem Kauf wieder gekühlt werden. Für die beste Haltbarkeit nimmt man eine Kühltasche für die Zwischenlagerung in den Laden mit. 

Selbst gemachte Spätzle ungekühlt aufbewahren

Selbst gemachte Spätzle werden gekocht und können anschließend direkt verbraucht werden. Man kann sie auch nach dem Kochen abgedeckt 2 Stunden liegen lassen und später nochmals anbraten oder im Ofen backen.

Spätzleteig ungekühlt aufbewahren

Spätzleteig enthält rohes Ei und sollte daher maximal 2 Stunden ungekühlt stehen bleiben. Dabei sollte man die Teigschüssel stets abdecken.

Spätzle im Kühlschrank aufbewahren (5 bis 7 °C)

Bei der Lagerung von Speisen im Kühlschrank spielen hauptsächlich zwei Faktoren eine Rolle:

  • Die Temperatur
  • Die Sauberkeit des Kühlschranks

Die beste Temperatur zum Aufbewahren von Speisen beträgt in der Theorie vier Grad Celsius, doch praktisch gesehen verbraucht ein Kühlschrank dabei sehr viel Strom. 

Ein gutes Mittelmaß zwischen Stromverbrauch und Haltbarkeit findet sich zwischen fünf und sieben Grad Celsius. Wärmer als das darf es keinesfalls werden.

Bei all den Lebensmitteln, die darin gelagert werden, sammelt sich mit der Zeit Schmutz an. Dieser bietet einen Nährboden für Bakterien, deshalb sollte es zur Routine werden, den Kühlschrank einmal im Monat mit Reinigungsmittel oder Essigwasser durchzuwischen.

Zwei Grundregeln für die Lagerung von Speisen im Kühlschrank lauten:

  • Gekochte Speisen, die nach dem Abkühlen noch eine Restwärme enthalten, werden auf das oberste Kühlschrankfach gelegt. Auf diese Weise verteilt sich die Wärme nicht im gesamten Kühlschrank. 
  • Besonders anfälliges Essen oder solches, das lange gelagert werden soll, kommt an den kühlsten Ort im Kühlschrank: die unterste Glasscheibe, über dem Gemüsefach.

Gekochte & gebratene Spätzle im Kühlschrank aufbewahren

Gekochte und gebratene Spätzle kann man in der Regel 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dazu füllt man sie, am besten ohne Sauce oder Beilage, in eine flache Aufbewahrungsbox. Wenn sie abgekühlt sind, wird die Box luftdicht verschlossen und in das oberste Kühlschrankfach gelegt.

Käsespätzle im Kühlschrank aufbewahren

Käsespätzle schmecken zwar frisch am besten, können im Kühlschrank aber bis zu 5 Tage bei richtiger Lagerung aufbewahrt werden. Dazu füllt man sie in einen flachen Behälter, lässt sie 1 Stunde abkühlen und legt sie dann luftdicht verschlossen in das oberste Kühlschrankfach.

Gekaufte Spätzle im Kühlschrank aufbewahren

Spätzle aus dem Supermarkt sind mit einem MHD gekennzeichnet, bei richtiger Lagerung kann man sie aber noch mehrere Tage später essen. Einmal geöffnet, muss man sie innerhalb von 3 bis 4 Tagen verbrauchen. Die beste Haltbarkeit erreicht man bei einer Temperatur von 5 °C und der Lagerung im untersten Kühlschrankfach.

Selbst gemachte Spätzle im Kühlschrank aufbewahren

Selbst gemachte Spätzle kann man in der Regel 3 bis 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dazu füllt man sie in eine flache Aufbewahrungsbox, verschließt diese luftdicht und legt sie in das unterste Kühlschrankfach.

Spätzle-Teig im Kühlschrank aufbewahren

Spätzleteig kann man in der Regel 2 Tage im Voraus vorbereiten und gekühlt lagern. Dazu muss man lediglich die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken. Der Teig muss etwa 20 Minuten bevor die Spätzle gekocht werden aus dem Kühlschrank geholt werden.

Spätzle im Gefrierschrank aufbewahren (-18 °C)

Das Einfrieren von Speisen ermöglicht es, sie deutlich länger aufzuheben als üblich.

Ich habe bereits einen detaillierten Artikel geschrieben, in dem ich erkläre, wie man Spätzle am besten einfriert (und wieder auftaut).

Die optimale Temperatur zum Einfrieren beträgt -18 °C, bei diesen Temperaturen werden mikrobakterielle Prozesse fast vollkommen stillgelegt.

Voraussetzung für eine tiefgekühlte Lagerung ist, dass die Speisen vor dem Einfrieren einwandfrei genießbar sind. Bakterien werden beim Einfrieren sozusagen nur „lahmgelegt“ und nicht abgetötet.

Das häufigste Problem beim Einfrieren ist Gefrierbrand, ein Phänomen, bei dem die Konsistenz der Speise verloren geht und ungenießbar wird. 

Um Gefrierbrand zu verhindern, muss man diese Regeln befolgen:

  • Luftdicht lagern
  • Wasserdicht lagern
  • Möglichst luftleer lagern (vakuumiert)

Als Aufbewahrungsmittel eignen sich Gefrierdosen oder Gefrierbeutel. 

Wenn Du selten Speisen einfrierst, kannst Du in diesem Leitfaden von Zaubertopf.de die wichtigsten Angaben herausfinden.

Gekaufte Spätzle einfrieren

Gekaufte Spätzle aus dem Kühlregal sollten nicht in der Originalverpackung eingefroren werden. Diese ist nicht für Tiefkühltemperaturen konzipiert und könnte chemische Giftstoffe abgeben. Stattdessen füllt man sie in Gefrierbeutel oder Gefrierdosen, die luftdicht und am besten auch luftleer (vakuumiert) verschlossen werden.

Selbst gemachte Spätzle einfrieren

Selbst gemachte Spätzle halten sich problemlos 3 Monate im Gefrierschrank. Um zusammenkleben zu vermeiden, kann man sie auf einem Blech verteilt 1 Stunde anfrieren. Dann füllt man sie in Gefrierbeutel oder Dosen, presst die Luft heraus und verschließt sie luftdicht.

Käsespätzle einfrieren

Käsespätzle kann man maximal 2 Monate lang einfrieren, die Qualität geht beim Auftauen aber leider deutlich verloren. Am besten schmecken Käsespätzle frisch aus dem Ofen oder der Pfanne.

Spätzle-Teig einfrieren

Hat man zu viel Spätzle-Teig hergestellt, kann man es auch einfrieren und 2 Monate aufbewahren. Dazu füllt man es in eine luftdichte Aufbewahrungsbox und lässt es im Kühlschrank über Nacht wieder auftauen. Am besten schmeckt der Teig aber, wenn er frisch hergestellt wird.

Wie erkennt man schlechte Spätzle?

In Deutschland wird jeden Tag viel Essen entsorgt, das eigentlich noch gut gewesen wäre. Ein Teil des Problems ist ein Missverständnis um die Definition des Mindesthaltbarkeitsdatums

Meistens sind Waren aus dem Supermarkt noch mehrere Tage über das MHD hinaus haltbar und werden dennoch entsorgt. 

Anders sieht es mit dem Verbrauchdatum aus. Produkte, die damit gekennzeichnet sind (Eier, Hackfleisch), dürfen auf keinen Fall länger aufbewahrt werden.

Doch abgesehen von solchen Lebensmitteln, wie findet man heraus, ob ein Gericht noch genießbar ist?

Meistens kann man sich auf die eigenen Sinne verlassen, die es einem verraten. Dazu geht man in dieser Reihenfolge vor:

  1. Sehen: Sind Veränderungen der Farbe, Struktur oder Schimmel zu erkennen?
  2. Riechen: Riecht die Speise ungewohnt, unangenehm?
  3. Fühlen: Fühlt sich die Konsistenz verändert an?
  4. Schmecken: Wie schmeckt ein kleines Stück der Speise? 

Sobald bei einem Punkt Zweifel bestehen, muss die Speise entsorgt werden. Hier sollte man lieber kein Risiko eingehen.

Doch nicht immer kann man schlechtes Essen auf diese Weise ausmachen. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt dazu folgendes:

Bei gekühlten Fertigprodukten, wie z. B. Teigwaren, Frikadellen oder Würstchen, helfen die Sinnesorgane nicht sicher weiter. Krankmachende Keime können so nicht erkannt werden. Solche Lebensmittel sollten nicht lange über das MHD hinaus verwendet werden.

Bundeszentrum für Ernährung – Lebensmittelverderb erkennen

Wenn Du Dich an die Haltbarkeitsangaben aus diesem Beitrag hältst und die Spätzle ordnungsgemäß lagerst, dann musst Du Dir keine Sorgen über eine Lebensmittelvergiftung machen. 

Sobald der Zeitraum überschritten ist, und Du Dir nicht mehr sicher bist, ob sie genießbar sind, solltest Du sie entsorgen.

Mehr Informationen darüber, wie man verdorbene Lebensmittel richtig entsorgt, findest Du in diesem Beitrag des Gesundheitsmagazins der AOK.

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