Spätzle einfach vorbereiten: So vermeidest Du Zeitdruck

C. Daniel Nudeln aufbewahren Leave a Comment

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Spätzle schmecken frisch hergestellt zweifellos am besten und eignen sich hervorragend, um Gäste zu verwöhnen.

Die Herstellung ist zwar nicht kompliziert, führt aber oft zu einer verwüsteten Küche. Serviert man sie als Beilage, müssen zudem noch weitere Vorbereitungen getroffen werden.

Um nicht in Zeitdruck zu geraten, ist es deshalb ratsam, einen Teil der Arbeit im Voraus zu erledigen.

Wie kann man Spätzle vorbereiten? Selbst gemachte Spätzle kann man einen Tag im Voraus kochen, im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag mit Butter in einer Pfanne erhitzen oder in kochendem Wasser erwärmen. Alternativ stellt man den Teig mittags her und kocht die Spätzle frisch am Abend.

In diesem Artikel findest Du heraus, wie Du Spätzle am besten vorbereiten kannst und wie gut die Qualität je nach Methode erhalten bleibt.

Spätzle vorbereiten: alle Methoden im Überblick

Es gibt mehrere Wege, bei der Herstellung von Spätzle Zeit zu sparen.

Du kannst:

  1. Die Spätzle einen Tag im Voraus kochen, im Kühlschrank aufbewahren und dann aufwärmen.
  2. Die Spätzle mehrere Tage im Voraus kochen, einfrieren und dann auftauen und aufwärmen.
  3. Den Spätzleteig vorbereiten und dann die Spätzle frisch kochen.
  4. Die Spätzle ein bis zwei Stunden im Voraus zubereiten und im Ofen warmhalten.

In dieser Tabelle siehst Du, wie gut die Qualität je nach Methode erhalten bleibt.

MethodeBeschreibungQualität
1Spätzle im Kühlschrank aufbewahren und dann aufwärmensehr gut
2Spätzle einfrieren und dann auftauen und aufwärmengut
3Spätzle-Teig im Kühlschrank aufbewahren und dann kochenausgezeichnet
4Spätzle frisch herstellen und warmhaltenausgezeichnet
Diese Tabelle gibt an, wie gut die Qualität je nach Methode des Vorbereitens erhalten bleibt.

Frisch hergestellte Spätzle schmecken auf jeden Fall am besten, doch selbst bei kurzer und ordentlicher Lagerung bleibt die Qualität im Kühlschrank oder Gefrierfach fast vollständig erhalten.

Am meisten Zeit und Aufwand kannst Du sparen, indem Du die Spätzle einen Tag im Voraus herstellst und dann im Kühlschrank aufbewahrst (Methode 1). So kannst Du alle Werkzeuge und die Küche bereits am Vortag reinigen und musst die Spätzle nur noch in einer Pfanne mit Butter schwenken oder kurz in Wasser kochen. Die Qualität bleibt sehr gut erhalten.

Wenn Du am Vortag keine Zeit hast, kannst Du die sie auch mehrere Tage früher herstellen und einfrieren (Methode 2). Der Nachteil ist, dass die Qualität durch das Auftauen etwas reduziert wird. Am schonendsten ist es, Spätzle über Nacht im Kühlschrank auftauen zu lassen.

Ziemlich lecker werden die Spätzle, wenn Du den Teig vormittags vorbereitest und dann am Abend kochst (Methode 3) Diese Variante spart immerhin ein bisschen Zeit und Du erhältst leckere, „fast“ frisch hergestellte Spätzle.

Wenn Du Deinen Gästen nur das Beste servieren willst, dann kommst Du nicht darum herum, sie vollkommen frisch herzustellen. Auch hier gibt es einen Trick, der die Arbeit erleichtert: da Spätzle oft mit Fleisch oder anderen Beilagen serviert werden, ist es üblich, sie zu kochen und im Ofen warmzuhalten, bis die restlichen Zutaten fertig sind (Methode 4).

Hier siehst Du, wie lange Spätzle und Spätzleteig je nach Art der Lagerung haltbar sind:

Bei ZimmertemperaturKühlschrankIm Gefrierschrank
Spätzle2 Stunden3 bis 4 Tage3 Monate
Spätzle-Teig2 Stunden2 Tage1 bis 2 Monate
Diese Tabelle gibt die Haltbarkeit von Spätzle und Spätzleteig bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank und im Gefrierschrank an.

Nun möchte ich genauer auf die einzelnen Methoden eingehen.

Methode 1: Spätzle einen Tag im Voraus vorbereiten (gekühlt lagern)

Die beste Option, um Zeit zu sparen ist, Spätzle einen Tag im Voraus herzustellen und im Kühlschrank aufzubewahren.

Spätzle einen Tag im Voraus vorbereiten – So geht’s:

  1. Die Spätzle kochen.
  2. In einem Sieb abtropfen und unter kaltem Wasser abschrecken, bis sie vollständig abgekühlt sind.
  3. In eine Gefriertüte oder Aufbewahrungsbox füllen, die Luft herauspressen und luftdicht verschließen.
  4. Im untersten Kühlschrankfach maximal 4 Tage lagern.
  5. Am nächsten Tag in der Pfanne mit etwa Butter schwenken oder eine Minute in kochendes Wasser geben.

Zwar kann man sie gekühlt bis zu vier Tage später noch essen, mit der Zeit verlieren sie jedoch an Qualität.

Damit die Spätzle nicht zusammenkleben, ist es unbedingt notwendig, sie nach dem Kochen gründlich mit kaltem Wasser abzuschrecken.

Dadurch wird die Stärke weggespült und die Spätzle schnell abgekühlt. Anschließend kannst Du sie in eine luftdichte Aufbewahrungsbox füllen oder ganz praktisch in Gefrierbeutel leeren.

Die Haltbarkeit wird verbessert, wenn wenig Luftkontakt besteht, verschließe sie deshalb luftdicht. Aus den Gefrierbeuteln kannst Du die Luft gründlich herauspressen, Aufbewahrungsdosen gehören bis zum Rand aufgefüllt.

Da die Spätzle vollständig abgekühlt sind, kannst Du sie sofort in den Kühlschrank legen. Der kühlste Ort befindet sich auf dem untersten Fach (über dem Gemüsefach), dort ist die Haltbarkeit der Spätzle am besten.

Die optimale Lagerung-Temperatur beträgt 4 °C, doch die meisten Kühlschränke sind aufgrund des hohen Energieverbrauchs auf 5 bis 7 °C eingestellt. Auch diese Temperatur ist für die Aufbewahrung von Eierspätzle völlig ausreichend.

Bevor Du die Spätzle am nächsten Tag zubereitest, solltest Du sie etwa eine halbe Stunde im Voraus aus dem Kühlschrank holen, damit sie Zimmertemperatur annehmen. Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, sorgt aber in der Regel für ein besseres Resultat und beschleunigt das Aufwärmen.

Wundere Dich nicht, dass die Spätzle noch zusammenkleben. Beim Aufwärmen in der Pfanne fallen sie ganz einfach wieder auseinander, vorausgesetzt, Du hast sie nach dem Kochen gut abgeschreckt.

Die beste Methode, um die Spätzle wieder aufzuwärmen ist, sie in der Pfanne mit etwas Butter zu erwärmen. Je nachdem, ob Du sie lieber weich oder gerne knusprig servieren möchtest, kannst Du die Hitze in der Pfanne anpassen.

Ein anderer Weg zum Aufwärmen von Spätzle ist es, sie ein zweites Mal in Wasser zu kochen. Es ist nicht meine Lieblings-Methode, aber mit etwas Feingefühl kann man so aus tage-alten Spätzle neue, frische Kostbarkeiten herzaubern.

Bringe Wasser zum Kochen und gebe die Spätzle 30 bis maximal 60 Sekunden hinein. Um zu vermeiden, dass sie durch das wiederholte Kochen zu weich werden, kannst Du 3 Dinge tun:

  • Koche die Spätzle beim ersten Durchgang am Vortag etwas kürzer als üblich.
  • Koche die Spätzle beim zweiten Mal nicht länger als 60 Sekunden.
  • Verwende für den Spätzleteig einen Teil Hartweizengrieß.

Wenn die Spätzle oder Knöpfle beispielsweise als Beilage zu Gulasch serviert werden, ist diese Methode empfehlenswert, denn dann werden sie in der Regel nicht angebraten.

Methode 2: Spätzle mehrere Tage im Voraus vorbereiten (einfrieren)

Wenn Du am Vortag keine Zeit für die Vorbereitung hast, dann kannst Du Spätzle auch mehrere Tage bis Wochen im Voraus herstellen.

Dazu musst Du die Spätzle einfrieren.

Spätzle mehrere Tage im Voraus vorbereiten und einfrieren – So geht’s:

  1. Die Spätzle kochen.
  2. In einem Sieb abtropfen und unter kaltem Wasser abschrecken, bis sie vollständig abgekühlt sind.
  3. In eine Gefriertüte oder Aufbewahrungsbox füllen, die Luft herauspressen und luftdicht verschließen.
  4. Im Gefrierschrank maximal 3 Monate lagern.
  5. Über Nacht im Kühlschrank auftauen.
  6. Am nächsten Tag in der Pfanne mit etwa Butter schwenken oder eine Minute in kochendes Wasser geben.

Die Vorgehensweise ist dieselbe wie bei der Aufbewahrung im Kühlschrank, nur dass Du hier besonderen Wert auf ordentliche Lagerung legen solltest.

Das bedeutet:

  • Die Spätzle luftdicht, am besten in Gefrierbeutel füllen.
  • Die Luft vollständig aus dem Gefrierbeutel pressen, sodass ein Vakuum entsteht.
  • Wenn Du Spätzle nicht für eine Feier, sondern für den Eigenbedarf vorbereitest, achte darauf, sie beim Einfrieren in mehrere Portionen aufzuteilen.

Zwar sind Spätzle tiefgefroren bis zu 3 Monate haltbar, wenn Du sie für Gäste vorbereitest, solltest Du aber maximal eine Woche vorarbeiten, damit die Qualität noch einwandfrei bleibt.

Wahrscheinlich werden sie nicht einmal merken, dass es sich um TK-Ware handelt! (ist ja schließlich trotzdem selbst gemacht).

Es ist übrigens nicht das Einfrieren, sondern das wieder Auftauen, dass sich auf die Qualität auswirken kann. Am besten bleibt die Qualität erhalten, wenn Spätzle langsam aufgetaut werden. Die beste Methode ist, sie über Nacht im Kühlschrank liegenzulassen.

Wenn der Tag schon gekommen ist und Du dafür keine Zeit hast, kannst Du sie aber auch im Wasserbad oder in der Mikrowelle auftauen. Achte von dem Aufwärmen darauf, dass sie vollständig aufgetaut sind und keine kalten Stellen bestehen.

Methode 3: Spätzle-Teig vorbereiten (geringe Zeitersparnis)

Mit ein bisschen Erfahrung ist die Herstellung von Spätzle eigentlich nicht so zeitaufwendig.

Einen kleinen Vorsprung kann man sich holen, indem man den Teig früher vorbereitet.

Abgedeckt ist Spätzleteig problemlos 2 Stunden haltbar. Es ist sogar ratsam, ihn eine Weile ruhen zu lassen, damit er quellen kann.

Du kannst den Teig auch 1 bis maximal 2 Tage abgedeckt im Kühlschrank liegen lassen, bei schlechter und zu langer Aufbewahrung kann er allerdings gräulich werden und etwas von seinem Glanz verlieren.

Der größte Teil der Arbeit ist zwar das Kochen der Spätzle, so schafft man sich aber einen kleinen Zeitraum für weitere Vorbereitungen und verbessert gleichzeitig das Endresultat. Cool!

Vergiss nur nicht, wenn Du den Spätzle-Teig im Kühlschrank lagerst, ihn mindestens 30 Minuten früher herauszuholen. Tust Du das nicht, wird das Formen durch die Spätzle-Presse zu einer ganz schön anstrengenden Angelegenheit.

Spätzle-Teig ein paar Stunden im Voraus vorbereiten – So geht’s

  1. Den Spätzle-Teig herstellen.
  2. Mit Frischhaltefolie abdecken.
  3. Bei Zimmertemperatur 2 Stunden liegen lassen oder bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
  4. Den Spätzle-Teig mindestens 30 Minuten vor Verwendung als dem Kühlschrank holen und nochmals umrühren.

Methode 4: Spätzle frisch herstellen und warmhalten (beste Qualität)

Wie am Anfang des Artikels erwähnt, kommt keine Methode der Vorbereitung so ganz an frisch hergestellte Spätzle heran.

Der allerbeste Weg, sie für Gäste zu servieren, ist also sie am selben Abend herzustellen und zu kochen.

Das heißt nicht, dass alles auf die Sekunde genau abgestimmt werden muss. Üblicherweise werden Spätzle als Bestandteil eines Gerichts nicht zuletzt gekocht.

Man kann sie ohne Probleme eine Stunde früher kochen und anschließend im Ofen warmhalten. Wichtig ist, sie direkt nach dem Kochen abzuschrecken, damit sie nicht kleben und dann in eine große Backform oder auf einem Blech zu verteilen.

Die Temperatur des Ofens muss außerdem zwischen 60 und 80 °C betragen, damit Keime keine Chance haben.

Spätzle frisch herstellen und warm halten – So geht’s:

  1. Die Spätzle kochen.
  2. In einem Sieb abtropfen und unter kaltem Wasser abschrecken.
  3. In eine Auflaufform oder auf einem Blech in den Ofen legen.
  4. Maximal 2 Stunden bei 60 bis 80 °C im Ofen liegen lassen.

Wie kann man Käsespätzle vorbereiten?

Um Käsespätzle vorzubereiten, kann man die Spätzle einen Tag im Voraus herstellen und die passende Menge Käse raspeln. Anschließend muss man nur noch die Zwiebeln frisch anbraten, die Spätzle in einer Pfanne mit etwas Butter aufwärmen und nach und nach den Käse dazugeben.

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