9 einfache Tipps gegen klebrige Pasta

Keiner mag die Vorstellung von dicken, schweren Pasta Klumpen die man bekommt, wenn die hausgemachten Nudeln nach dem Kochen oder bei der Herstellung zusammenkleben. Doch dieses Problem ist meistens leicht gelöst.

Die häufigste Ursache für klebrige selbstgemachte Pasta ist ein zu feuchter, unfertiger Teig. Um das Kleben der Pasta zu verhindern, so lange Mehl in den Teig einarbeiten, bis er trocken ist. Anschließend aus der fertigen Pasta mehrere Nester formen und mit Mehl bestreuen.

Es gibt eine Handvoll weiterer Tipps die man befolgen kann, wenn die Pasta vor oder nach dem Kochen zusammenklebt. Welche davon sinnvoll sind und warum erkläre ich in diesem Beitrag.

1. Mehr Mehl in den Pasta Teig.

Die Häufigste Ursache für klebrige Pasta ist, dass zu wenig Mehl in den Pasta Teig verarbeitet wurde. Dieser unfertige Teig lässt sich vielleicht erstmal gut verarbeiten, fällt aber in sich zusammen sobald man ihn länger ruhen lässt.

Der Teig ist erst fertig und bereit zu ruhen wenn er gar nicht mehr an den Händen klebt.

Wichtig ist auch zu prüfen ob der Teig homogen ist. Es kann sein, dass der Teig aussen stark bemehlt ist und nicht mehr klebt, innen aber noch nicht bereit ist. In diesem Fall hilft nur eines: Weiterkneten!

Hier ein Vergleich zwischen einem Unfertigen (Links) und einem Fertigen Teig (Rechts).

Bild von unfertigem Teig

Bild von fertigem Teig

2. Die Lasagne Platten bemehlen.

Wenn Du eine Nudelmaschine benutzt ist dieser Tipp etwas für dich.

Selbst wenn Dein Teig perfekt ist und nicht klebt macht es Sinn, die Lasagneplatten vor dem Walzen mit etwas Mehl zu bestreuen. Das verhindert erstmal, dass der Teig au den Walzen kleben Bleibt falls er an einer Stelle doch noch nicht ganz homogen ist.

Bei mittleren bis großen Mengen von Pasta Teig hat man ausserdem eigentlich immer mehrere Teig Platten. Das bedeutet, dass die übrigen Platten auf der Arbeitsfläche ruhen während eine gerade verarbeitet wird.

Ein Gelegenheit für die Teig Platten zu verkleben, vor allem wenn sie aus Platz Gründen zusammengefaltet wurden.

Das sieht dann ziemlich genau so aus:

Bild von Platten die zusammenkleben

Diese Platte kann so nicht genutzt werden und muss erneut durch die Teig Walze.

Deshalb streuen wir eine feine Schicht Mehl auch auf die ruhenden Lasagne Platten und das Problem vorzubeugen.

3. Aus Bandnudeln Kleine Nester Formen.

Dieser Tipp gilt für jede Art Nudeln, ist aber vor allem bei Bandnudeln Praktikabel.

Ist ein Teil der Bandnudeln fertig geformt teilen wir es in mehrere kleine Nester die sich nicht berühren. so minimieren wir die Wahrscheinlichkeit, dass der Teig sich wieder verbindet.

Diese Methode wird auch benutzt, um die Pasta zu trocknen. Es lohnt sich das bereits in der Produktionsphase anzuwenden bis alle Nudeln fertig sind, bevor sie in den Kochtopf kommen.

4. Einen Nudeltrockner Benutzen.

Alternativ zu der Technik kleine Nester aus den Nudeln zu bilden eignet sich ein Nudeltrockner hervorragend zum zwischenlagern von Bandnudeln.

Das mache ich wie folgt:

sobald die Pasta zur Hälfte durch den Nudelmaschinen-Aufsatz durch ist nehme ich einen der abnehmbaren Stäbe meines Pastatrockners und sammle damit die hängenden Bandnudeln auf.

Bild von Pasta mit Holzstab aufsammeln

Dann kurble ich bis sie die Teig Platte ganz durch ist und fixiere den Stab ganz einfach wieder an den Pastatrockner.

Wenn alle Nudeln fertig sind kann ich sie so ganz einfach und bequem in den Kochtopf geben.

5. Die Pasta Mit Mehl Bestreuen.

Wer in der Teig Herstellung alles richtig gemacht hat und einen homogenen Teig erhalten hat der nicht mehr klebt, der hat nun die besten Voraussetzungen für schön geformte Nudeln die nicht zusammenkleben.

Trotz der guten Vorarbeit kann man sich nicht zu 100 Prozent darauf verlassen, dass die Nudeln nicht mehr zusammenkleben.

Wie so oft schafft etwas Mehl Beihilfe.

Das Beste ist es, die frische Pasta sofort in einem großen Topf zu kochen, damit wir ihr nicht die Chance geben wieder zusammenzuwachsen.

Allerdings ist es oft so, dass ein Teil der Pasta mindestens für einige Minuten auf der Arbeitsfläche liegt während der Rest der Pasta geformt wird.

Um zu verhindern, dass die einzelnen Pasta-Nester langsam miteinander verschmelzen streuen wir etwas Mehl darüber und verteilen es unter die Nudeln.

Und keine Sorge, die Nudeln schmecken danach nicht zu mehlig.

6. Viel Wasser Zum Kochen.

Nun sind wir bereits bei der letzten Stufe angekommen, das Kochen der Pasta.

Auch hier gibt es ein oder zwei Dinge zu beachten damit die Pasta nicht zusammenklebt.

Das Wichtigste ist, dass Du einen großen Kochtopf mit viel Wasser benutzt. Als Faustregel kann man pro 100 Gramm Nudeln etwa 1 Liter Wasser rechnen.

Dann haben die Nudeln genug platz im Kochwasser und kleben nicht wahrend dem kochen zusammen. Wenn das passiert hat man nicht nur verklebte Pasta, die verklebten stellen sind unter Umständen noch gar.

7. Öl In Den Topf (Umstritten).

Manche schwören darauf etwas Öl in den Topf zu geben (Nachdem die Nudeln abgegossen wurden). Dies soll verhindern, dass die Nudeln zusammenkleben. Das funktioniert auch gut, Allerdings muss man dabei eines bedenken:

Das Olivenöl macht die Oberfläche der Nudeln geschmeidiger und verschlechtert die Haftung der Soße an den Nudeln. Aus diesem Grund ist diese Methode umstritten und für mache Pasta Profis ein No-Go.

Wenn Du eine leckere Soße zu deinen Nudeln genießen willst empfiehlt es sich, diesen Trick nicht anzuwenden.

8. Direkt Mit Der Soße Vermischen.

Statt dem Trick mit dem Öl machen die Italiener folgendes:

Ein Teil der Soße (vorausgesetzt es gibt eine) wird nach dem Abgießen in den Topf mit den Nudeln gefüllt und ordentlich vermischt.

Das hilft auch gegen verklebte Nudeln und sorgt dafür, dass die Soße schön überall verteilt wird.

Die restliche Soße kann anschließend separat serviert werden.

9. Auf Keinen Fall Abschrecken.

Eine relativ gängige Praxis ist es, die Nudeln nach dem Kochen mit kaltem Wasser abzuschrecken.

Das Hilft nicht nur nicht gegen klebrige Pasta, es wird sogar von erfahrenen Köchen davon abgeraten. Die Erklärung dafür ist ähnlich wie bei dem Tipp mit dem Öl.

Durch das Abschrecken mit dem kalten Wasser wird die Oberfläche der Nudeln glatt. Das sorgt wieder dafür, dass die Soße nicht mehr gut an der Pasta haftet und ist deshalb eine Echte Sünde unter Italienischen Pasta Köchen.

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