Hi, ich bin Daniel und ich mache meine Nudeln selbst.

Hier im Pastapalast möchte ich Dir zeigen, wie viel Variation in der Welt der selbst gemachten Nudeln möglich ist, und dich dazu motivieren, es selbst auszuprobieren.

Als ich mit der Nudelherstellung anfing, dachte ich, man könne bloß Bandnudeln selber machen. Komplexere Formen seien nur mit industriellen Maschinen denkbar.

Ich lag völlig falsch! Es gibt eine große Bandbreite an Nudelsorten (ca. 600), von denen viele sogar ausschließlich von Hand machbar sind.

Kombiniert man diese Zahl mit den vielfältigen Rezepten für Nudelteig - von mit und ohne Ei, über Vollkorn, bis hin zu Rezepten für farbigen Teig - entsteht eine schier endlose Fülle an Möglichkeiten, die nur darauf warten, erkundet zu werden.

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Meine ersten Nudeln waren ein Misserfolg.

Ich wollte Tagliatelle für meine Familie herstellen. Der Teig war bereits fertig und sah vielversprechend aus:
Die Oberfläche war glatt und die Konsistenz elastisch, sodass der Teig zurückprallte, sobald ich ihn mit dem Daumen eindrückte.

Ich hatte ihn gut gesalzen, um ihm mehr Geschmack zu verleihen und erhoffte mir, mit einem einfachen italienischen Tomatensoßen-Rezept meine Familie von meiner neu erlernten Fähigkeit zu begeistern.

Ich presste ein letztes Mal meinen Daumen-Abdruck hinein und begann den Teig mit meinem Nudelholz auszurollen. 

Nach einer ganzen Weile blickte ich endlich voller Vorfreude auf eine, zwar unförmige, aber immerhin recht gleichmäßige und dünne Teig-Scheibe, die die gesamte Arbeitsfläche in Anspruch nahm.

Ich brachte Wasser zum Kochen, setzte die Tomatensoße auf und faltete den Teig mehrmals, um daraus die Tagliatelle zu schneiden. Als das Wasser endlich kochte und ich die Nudeln in den Topf leerte, war ich mir des Sieges bewusst.

Doch meine Stimmung hielt nicht lange an. Ich goss die Nudeln ab und musste feststellen: Die Tagliatelle hatten sichtlich zugenommen. Sie hatten wohl viel Kochwasser aufgesaugt und waren so dick geworden, dass die ursprüngliche Teig-Dicke sich fast verdreifacht hatte! 

Zum Glück haben uns die Nudeln trotzdem geschmeckt, erst nach einiger Zeit habe ich jedoch verstanden worin mein Fehler lag.

Dass die Nudeln beim Kochen etwas dicker wurden war zu erwarten, doch durch das großzügige Hinzufügen von Salz wurde dieser Effekt deutlich verstärkt.

Heutzutage verwende ich Salz im Nudelteig nur noch, wenn ich diesen mit meiner Nudelmaschine ganz dünn ausrolle. Ansonsten salze ich lieber gründlich das Kochwasser oder die dazu servierte Beilage.

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Es ist erstaunlich wie Vieles wir essen, ohne zu wissen woraus es besteht.

So ging es mir zumindest vor ein Paar Jahren, dabei bestehen Nudeln doch nur aus Mehl, Wasser und manchmal Ei!

Das Rezept ist so einfach, dass es parallel an vielen unterschiedlichen Orten auf der Welt ganz von alleine entstand.

Mittlerweile probiere ich leckere Rezepte mit selbst gemachten Nudeln aus und teile die Besten mit euch hier im Pastapalast.

Mein Ziel ist es, einfache Anleitungen für Nudelrezepte zu erstellen um den Einstieg ins "Nudeln selber machen" zu erleichtern.