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Tagliatelle selber machen

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Tagliatelle gehören zur Kategorie der Bandnudeln und gelten als klassische Pasta aus der Region Emilia-Romagna in Italien. Sie sind 5-10 mm breit und etwa 25 cm lang.

Diese Sorte kann man recht einfach und schnell selber machen, weshalb sie sich besonders für Einsteiger in der Welt der Nudelherstellung eignet.

Wie macht man Tagliatelle? Für die Zubereitung von Tagliatelle stellt man als erstes einen Eierteig her und rollt diesen auf unter 1 mm aus. Anschließend wird der Teig bemehlt, mehrmals gefaltet und in 4-8 mm breite Stücke geschnitten. So entstehen Tagliatelle, die man dann am besten auflockert und vor dem Kochen in kleinen Nestern luftig verteilt.

In diesem Beitrag zeige ich Dir genau, wie ich einen Eierteig vorbereite, ausrolle und die Tagliatelle forme. Das geht einfach mit einem Nudelholz, ich zeige aber auch die Zubereitung mit einer Nudelmaschine und mit einem Pastamaker.

Außerdem erkläre ich wie Du beim Nudeln machen Zeit sparst, indem Du sie trocknest und lagerst.

Ganz am Ende habe ich eine Liste mit klassischen Rezepten zusammengetragen, die perfekt zu Tagliatelle passen.

Viel Erfolg beim Herstellen von Tagliatelle!

Tagliatelle selber machen – So geht’s


Für selbst gemachte Tagliatelle brauchst Du:

  • Eine Arbeitsfläche mit viel Platz (am besten ist ein Holzuntergrund)
  • Ein Nudelholz (je breiter, desto besser)
  • Die Zutaten für den Teig

Für meinen Teig verwende ich den klassischen Eierteig.

Die Zutaten sind:

  • 400 g italienisches Mehl Tipo 00 (oder Weizenmehl Typ 405)
  • 4 Eier  Größe M

Du kannst auch ein anderes Rezept wählen.

In meiner Rezeptsammlung findest Du viele unterschiedliche Rezepte, von veganem Teig mit Hartweizen über glutenfreie Teig-Sorten bis hin zu schwarzem Nudelteig.

Schritt 1: Den Tagliatelle-Teig vorbereiten


1.1 Das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche häufen, in der Mitte eine Mulde formen und die Eier darüber aufschlagen.

1.2 Die Eier vorsichtig mit einer Gabel verquirlen und nach und nach das Mehl einarbeiten, bis eine festere Masse entsteht.

1.3 Die Mehlwand zerstören und das restliche Mehl mit den Händen oder einem Teigschaber in und auf den Teig schaben. Das übrige Mehl mit dem Teig aufwischen und zügig unterkneten. Sollte der Teig noch klebrig sein kann jetzt 1 EL Mehl hinzugefügt werden. Der Teig sollte nun weich, aber nicht mehr klebrig sein. 

1.4 Mehlreste von der Arbeitsfläche entfernen, dann den Teig 8-10 Minuten kneten. Eine Technik besteht darin, den Teig mit den Handballen wegdrücken und mit den Fingern wieder zurückziehen. Dabei immer wieder um 90° wenden. Wenn sich der Teig trocken anfühlt, die Hände mit Wasser anfeuchten und zügig weiter kneten.

1.5 Den Teig, sobald er seidig und glatt ist, flach drücken, sodass eine Scheibe entsteht. Fest in Frischhaltefolie verpacken oder in eine Schüssel mit Deckel legen und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Alternativ über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen und 1 Stunde vor dem Ausrollen rausholen.

Schritt 2: Den Tagliatelle-Teig ausrollen


2.1 Den Teig in 4 Stücke teilen (jeweils etwa 100g) und nacheinander bearbeiten. Dabei die restlichen Stücke luftdicht aufbewahren.

2.2 Den Teig mit dem Handballen zu einer Scheibe pressen.

2.3 Mit dem Nudelholz mittig aufsetzen und in kleinen Vor- und Zurückbewegungen nach vorne ausrollen.

2.4 Den Teig um 90° drehen und den Vorgang wiederholen, bis der Teig die gewünschte Dicke hat.

Schritt 3: Die Tagliatelle formen


3.1 Den Teig etwa 1 mm dünn ausrollen und mit Mehl bestreuen

3.2 Den Teig zweimal falten

3.2 In 6 mm breite Streifen schneiden

3.4 Die Tagliatelle auflockern und bis zur Verwendung luftig verteilen

Schritt 4: Die Tagliatelle kochen


Je nachdem, ob Du die Tagliatelle sofort weiterverarbeitest, einige Zeit ruhen lässt oder für spätere Zeiten trocknest und aufbewahrst, unterscheiden sich die Kochzeiten.

Kochzeiten für Tagliatelle im Überblick:

TrockenzeitKochzeit
keine2 – 3 min
15 – 30 min3 – 5 min
länger als 30 min5 – 10 min
Kochzeiten für Tagliatelle

Die Kochzeit für frisch hergestellte Tagliatelle beträgt 2 – 3 Minuten. Lässt man sie zuvor 15 – 30 Minuten liegen erhöht sich die Kochzeit auf 3 – 5 Minuten. Getrocknete Tagliatelle brauchen mit bis zu 10 Minuten am längsten. Je nachdem ob die Nudeln weich oder bissfest bevorzugt werden, kann die Garzeit angepasst werden.

Tagliatelle mit einer Nudelmaschine selber machen

Wenn Du eine Nudelmaschine besitzt kannst Du Dir die Arbeit deutlich einfacher machen.

Vor allem das Ausrollen mit dem Nudelholz macht zwar Spaß, ist aber für den regelmäßigen Genuss von Frischer Pasta nur für diejenigen geeignet, die über viel Zeit und Geduld verfügen.

Für Tagliatelle kommt meine Nudelmaschine 2 Mal in den Einsatz:

  • Zum Ausrollen des Teigs
  • Zum Formen der Tagliatelle

Dazu rolle ich den Nudelteig ein- oder zweimal durch jede Stufe bis zur sechs- oder siebten. Das entspricht einer Teig-Dicke von 0,8 mm. Dann befestige ich den Aufsatz (eigentlich ein Aufsatz für Fettuccine, aber die Sorten sind ja fast identisch) und Walze den Teig durch, bis die Nudeln geformt sind.

Das Ausrollen mit der Nudelmaschine geht etwa zwei- bis dreimal so schnell wie mit dem Nudelholz.

Ein Vorteil ist, dass der Teig immer perfekt gleichmäßig ausgerollt wird und man damit auch empfindlichere Teigmischungen walzen kann, ohne dass der Teig reisst.

Hier ist eine Anleitung in der ich genau beschreibe, wie man Nudelteig mit einer Nudelmaschine walzen kann.

Eine manuelle Nudelmaschine ist im Gegensatz zu einer motorisierten Nudelmaschine oder einem Pastamaker recht günstig. Ich benutze ein Modell von Marcato das ich gerne weiterempfehle.

Hier kannst Du Dir meine Nudelmaschine auf Amazon ansehen.

Tagliatelle mit einem Pastamaker selber machen

Mit einem Pastamaker kann man sich das Leben ganz einfach machen, dieser nimmt einem nämlich die ganze Arbeit ab.

Ich persönlich knete meinen Nudelteig gerne selbst, wenn es aber schnell gehen muss ist ein Pastamaker aber eine gute Lösung.

Die Zutaten werden einfach in einen Behälter geworfen und dann automatisch geknetet. Nach einiger Zeit (bei manchen Modellen geht es sogar in nur 10 Minuten!) wird der Teig durch eine Formscheibe gepresst und die Nudeln kommen fertig geformt raus. Nur schneiden muss man sie noch.

Ein Pastamaker ist im Gegensatz zu einer manuellen Nudelmaschine relativ teuer, der Preis relativiert sich aber etwas dadurch, dass es eine riesige Auswahl an Formscheiben gibt, mit denen man die kreativsten Nudelformen herstellen kann.

Diese Formscheiben kann man für einen Penny erwerben während ein weiterer Nudelmaschinen-Aufsatz dagegen schon teuerer ist.

Bei Pastamakern gibt es unterschiedliche Modelle die auch unterschiedlich funktionieren.

Bei diesen Geräten solltest Du dir genau überlegen, welches am besten passt.

Zum Glück habe ich einen Einkaufs-Guide mit den besten Pastamakern geschrieben!

Tagliatelle trocknen und aufbewahren

Tagliatelle kannst Du ganz einfach trocknen, indem Du sie auf einem Küchentuch oder Backblech ausbreitest und 24 – 48 Stunden ruhen lässt. Zwischendurch solltest Du sie ein- oder zweimal wenden um sicherzugehen, dass sie überall gleichmäßig trocknen.

Dann Kannst Du sie in eine Luftdichten Box füllen. Die Nudeln sollten im Trockenen und Dunkeln aufbewahrt werden und sind maximal 6 Monate Haltbar.