Auflauf einfrieren & auftauen: So bleibt der Geschmack erhalten!

Daniel Nudeln aufbewahren

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Aufläufe sind sehr beliebt, deshalb werden sie meistens bis zum letzten Stück verputzt.

Es kommt jedoch mal vor, dass doch noch ein Paar Stücke übrig bleiben. Vielleicht hat man auch mit Absicht mehr Auflauf hergestellt um es vorrätig zu halten.

Da bietet es sich an den Auflauf einzufrieren. Doch wie genau friert man Auflauf am besten ein?

Auflauf kann man sowohl roh als auch gebacken einfrieren und 1 bis 2 Monate aufbewahren. Am besten schmeckt er, wenn er roh in der Auflaufform tiefgefroren wird. Gebackene Auflauf-Reste lässt man abkühlen und füllt sie dann in eine luftdichte und gefriergeeignete Aufbewahrungsbox.

Hier erfährst Du genau wie Du beim Einfrieren und Auftauen von frischen und gebackenen Aufläufen vorgehen musst, um die Qualität bestmöglich zu erhalten. Viel Erfolg!

Welchen Auflauf kann man Einfrieren?

Bevor Du Auflauf einfrierst musst Du Dir sicher sein, dass dieser sich auch zum Einfrieren eignet!

Es gibt viele verschiedene Arten von Aufläufen, die man einfrieren kann:

  • Nudelauflauf
  • Kartoffelauflauf
  • Reisauflauf
  • Gemüseauflauf

Egal um was für ein Auflauf es sich handelt:

Wenn in dem Auflauf Zutaten enthalten sind, die schon einmal tiefgefroren waren (TK Gemüse z.B.) dann darfst Du ihn auf keinen Fall einfrieren. Im Allgemeinen dürfen Speisen aus gesundheitlichem Risiko niemals zweimal tiefgefroren werden!

Ist dein Auflauf bereits gebacken kannst Du ihn immer einfrieren (vorausgesetzt es ist keine TK-Ware enthalten). Bei ungekochtem Auflauf ist es oft auch möglich, manchmal gibt es aber etwas zu beachten.

Hier siehst Du was Du beim Einfrieren von Nudeln, Kartoffeln, Reis und Gemüse beachten musst:

  • Nudeln: Kann man sowohl frisch als auch gekocht einfrieren
  • Kartoffeln: Sollte man nur gekocht und geschält einfrieren
  • Reis: Kann sowohl roh als auch gekocht eingefroren werden
  • Gemüse: Manches Gemüse muss vor dem Einfrieren blanchiert werden

Nudelauflauf kann man sowohl roh als auch gebacken einfrieren und 1 bis 2 Monate aufbewahren. Die Qualität bleibt am besten erhalten, wenn der Auflauf roh eingefroren wird. Dazu lässt man ihn in der Auflaufform und umwickelt diese mehrmals mit Frischhaltefolie.

Kartoffelauflauf kann sollte man nur nach dem Backen einfrieren, auf diese Weise ist er 2 bis 3 Monate haltbar. Wichtig ist dabei, dass die Kartoffeln geschält sind da die Haut im Gefrierschrank den Geschmack alterniert.

Reisauflauf lässt sich problemlos vor und nach dem Backen einfrieren und mehrere Wochen lagern. Den Reisauflauf kann man entweder in der Form lassen und diese mit Frischhaltefolie luftdicht verpacken, oder in luftdichte Aufbewahrungsboxen füllen.

Gemüseauflauf kann man vor und nach dem Backen einfrieren und etwa 2 Monate aufbewahren. Wichtig ist, dass das Gemüse vor dem Backen blanchiert wird und keine der Zutaten schon einmal tiefgefroren waren.

Folgendes erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Andrea Danitschek in einem Beitrag der Verbraucherzentrale Bayern:


Blanchieren inaktiviert die zelleigenen Enzyme und tötet anhaftende Keime ab. Das verlängert die Haltbarkeit und es gehen weniger Vitamine verloren


Hier sind einige Beispiele von Gemüsesorten, die vor dem Backen blanchiert werden:

  • Brokkoli
  • Spinat
  • Blumenkohl
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Möhren
  • Mangold
  • Fenchel

Auch Hackfleisch ist oft in Aufläufen enthalten, zum Beispiel in der Form einer Bolognese bei Lasagne.

Auflauf mit Hackfleisch kann man problemlos einfrieren und 1 bis 2 Monate aufbewahren. Da das Hackfleisch immer vor dem Backen schon durchgegart ist kann man Auflauf mit Hack sowohl frisch als auch gebacken einfrieren. Allerdings dürfen keine der enthaltenen Zutaten bereits einmal tiefgefroren worden sein.

Auflauf einfrieren – So geht’s

Je nachdem wie und wann Du deinen Auflauf einfrieren willst, gibt es 2 Methoden:

  • Auflauf vor dem Backen einfrieren
  • Auflauf nach dem Backen einfrieren

Vor allem bei Nudelauflauf ist Methode 1 die beste Wahl, da die Qualität der Pasta und der Zutaten am besten erhalten bleibt. Wenn Du den Auflauf mit Absicht vorbereitest, solltest Du ihn also vor dem Backen einfrieren.

Die zweite Methode verwende ich immer dann, wenn es Auflauf-Reste gibt. Diese halten sich ebenfalls sehr gut, verlieren durch das mehrmalige Aufwärmen aber leicht an Qualität.

Auflauf vor dem Backen einfrieren

Um frischen Auflauf einzufrieren lässt man ihn am besten in der Auflaufform und umwickelt diese mehrmals mit Frischhaltefolie, sodass keine Luft eindringen kann. Alternativ bietet sich die Verwendung eines frostbeständigen Deckels an. Auf diese Weise ist der Auflauf problemlos 1 bis 2 Monate haltbar.

1- Den Auflauf in einer Auflaufform beschichten

Der frische Auflauf wird in der Auflaufform backbereit beschichtet. Gemüse wird blanchiert und es wird darauf geachtet, keine Tiefkühlware zu verwenden.

2- Die Auflaufform mehrmals in Frischhaltefolie wickeln

Nun wird der Auflauf ohne ihn vorher zu backen gefrierbereit gemacht. Dazu ist es wichtig, ihn so luftdicht wie möglich zu verpacken, um Gefrierbrand zu vermeiden. Das geht indem man die Auflaufform mehrmals in Frischhaltefolie einwickelt, oder noch besser mit einem passenden Frostbeständigem Deckel.

3- Den Auflauf einfrieren

Sobald der Auflauf luftdicht verpackt ist kann er im Gefrierschrank gelagert werden und ist 1 bis 2 Monate ohne großen Qualitätsverlust haltbar. Je länger der Auflauf aufbewahrt wird, desto eher schwindet die Qualität der Konsistenz und der Geschmack. Prinzipiell ist der Auflauf aber auch nach mehreren Monaten noch genießbar.

Auflauf nach dem Backen einfrieren

Um gebackene Auflaufreste einzufrieren füllt man sie am besten in Luftdichte Aufbewahrungsboxen in der passenden Größe. Um Gefrierbrand zu vermeiden kann man die Öffnung zusätzlich mit Frischhaltefolie abdecken und dann schliessen. Auf diese Weise ist der Auflauf problemlos 2 bis 3 Monate haltbar.

1- Den Auflauf abkühlen lassen

Nachdem er gebacken wurde muss der Auflauf auf Zimmertemperatur herunterführen, bevor er in den Gefrierschrank kommt. Am besten ist es, ihn halb abgedeckt etwa 30 bis 40 Minuten im Freien stehen zu lassen. Länger als 2 Stunden sollte der Auflauf nicht offen stehen, da sich Bakterien mit der Zeit in einem kritischen Maße entfalten könnten.

2- Den Auflauf in luftdichte Aufbewahrungsboxen umfüllen

Nach dem Abkühlen ist der Auflauf fest und lässt sich gut umfüllen. Auflaufreste sollten nicht in der Auflaufform tiefgefroren werden, sie dann mit viel Luft in Kontakt sind. Besser ist es, die Auflaufreste portionsweise in Aufbewahrungsboxen in einer ähnliche Größe zu geben.

Die Aufbewahrungsboxen müssen luftdicht sein, um Gefrierbrand zu vermeiden. Für zusätzlichen Schutz kann man die Öffnung mit Frischhaltefolie abdecken, bevor man den Deckel schließt.

3- Den Auflauf einfrieren

Sobald der Auflauf luftdicht verpackt ist, ist er Problemlos 2 bis 3 Monate im Gefrierschrank haltbar. Qualität und Konsistenz bleiben gut erhalten, vorausgesetzt es wird schonend aufgetaut und aufgewärmt.

Wie lange ist Auflauf im Gefrierschrank haltbar?

Tiefgekühlten Auflauf kann man etwa 1 bis 3 Monate aufbewahren. Der Geschmack und die Konsistenz bleiben nach dem Auftauen 1 Woche vollständig erhalten, sind aber selbst nach 3 Monaten noch von guter Qualität. Darüber hinaus wird der Auflauf zwar nicht schlecht, verliert möglicherweise aber an Qualität.

Dauer der Aufbewahrung1 Woche1 Monat3 Monate 6+ Monate
Qualität des Auflaufs (Geschmack und Konsistenz)sehr gutgutgutbefriedigend
Diese Tabelle gibt die Qualität des Auflaufs in Bezug auf die Dauer der Aufbewahrung im Gefrierschrank.

Die Qualität hängt nicht nur von der Dauer der Lagerung ab, sondern auch von den enthaltenen Zutaten.

Auflauf auftauen – So geht’s

Um Auflauf aufzutauen gibt es ebenfalls 2 Methoden:

  • Auflauf im Kühlschrank auftauen
  • Auflauf in der Mikrowelle auftauen
  • Auflauf im Ofen auftauen

Der beste Weg Auflauf aufzutauen (im Kühlschrank)

Am schonendsten ist es, den Auflauf im Kühlschrank aufzutauen. Dazu lässt man ihn mindestens 6 Stunden, zum Beispiel über Nacht im Kühlschrank. Anschließend kann man den Auflauf noch 1 Stunde aus dem Kühlschrank holen, um ihn auf Zimmertemperatur zu bekommen.

Zum Aufwärmen wird er dann im Ofen bei 180 °C Ober- und Unterhitze gebacken. Die Backzeit hängt davon ab, ob der Auflauf frisch oder vorgebacken tiefgefroren wurde.

Der schnellste Weg Auflauf aufzutauen (in der Mikrowelle)

Der schnellste Weg Auflauf aufzutauen ist in der Mikrowelle und dauert etwa 15 bis 30 Minuten. Dazu wählt man einen Modus zwischen 180 und 240 Watt und legt den Auflauf auf einen geeigneten Teller, am besten mit einer Mikrowellen-geeigneten Abdeckung damit er nicht austrocknet.

Das Auftauen mit der Mikrowelle eignet sich nur allem für Auflaufreste und nicht für Lasagne die frisch tiefgefroren wurde.

Den Auflauf im Ofen auftauen (im Ofen)

Man kann Auflauf auch im Ofen auftauen und aufwärmen. Das Auftauen dauert etwa 30 Minuten bei 130 °C Ober- und Unterhitze. Wenn der Auflauf frisch eingefroren wurde backt man ihn anschließend bei 190 °C weitere 30 Minuten.

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