Schupfnudeln aufbewahren: So bleiben sie lange haltbar

C. Daniel Nudeln aufbewahren Leave a Comment

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Schupfnudeln werden auch Fingernudeln genannt, nicht zuletzt, weil man nur schwer die Finger von ihnen lassen kann.

Gelingt es einem doch einmal und es bleiben welche übrig, will natürlich nicht dem Nachbarn schenken, sondern aufbewahren, um sie zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu genießen.

Dann stellt sich natürlich die Frage:

Wie lange sind Schupfnudeln haltbar? Schupfnudeln kann man problemlos 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder 3 Monate lang einfrieren. Für die beste Haltbarkeit sollte man sie nach dem Kochen innerhalb von 2 Stunden gekühlt lagern. Bei Verwendung müssen die Reste mindestens 3 Minuten bei über 70 °C erhitzt werden.

In diesem Artikel findest Du heraus, wie Du Schupfnudeln aufbewahrst und lange haltbar machst.

Schupfnudeln haltbar machen: Diese Methoden gibt es

Die Haltbarkeit von Schupfnudeln ist davon abhängig, wie sie zubereitet wurden und mit welcher Methode sie gelagert werden.

Du kannst sie:

  • Ungekühlt liegen lassen (max. 2 Stunden)
  • Im Kühlschrank aufbewahren
  • Mehrere Monate einfrieren

In dieser Tabelle siehst Du, wie lange Schupfnudeln ungekühlt, gekühlt und tiefgefroren haltbar sind:

Haltbarkeit von SchupfnudelnBei Zimmertemperatur (18 bis 22 °C)Im Kühlschrank (5 bis 7 °C)Im Gefrierschrank (-18 °C)
Schupfnudeln aus dem Supermarkt (geschlossen)
2 StundenMHD + ca. 2 Wochen6 Monate
Schupfnudeln aus dem Supermarkt (geöffnet)2 Stunden4 bis 5 Tage3 Monate
Selbst gemachte Schupfnudeln (gekocht)2 Stunden2 bis 3 Tage3 Monate
Selbst gemachte Schupfnudeln (frisch, ungekocht)2 Stunden3 bis 4 Tage3 Monate
Gebratene Schupfnudeln mit Speck2 Stunden2 bis 3 Tage1 bis 2 Monate
Teig für Schupfnudeln2 Stunden1 Tag3 Monate
Diese Tabelle gibt die Haltbarkeit von Schupfnudeln ungekühlt, im Kühlschrank und im Gefrierschrank an.

Gekaufte Schupfnudeln aus dem Kühlregal sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen und bei gekühlter Lagerung meist 2 Wochen darüber hinaus haltbar. Man kann sie auch 6 Monate lang einfrieren, muss sie dann aber aus der Verpackung in Gefrierbeutel umfüllen.

Nachdem die Packung geöffnet wurde, kann man die Schupfnudeln noch 4 bis 5 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Ist die Packung schon länger offen, kann man sie zwar noch einfrieren, sollte sie aber innerhalb von 3 Monaten konsumieren.

Selbst gemachte Schupfnudeln sind ungekocht 3 bis 4 Tage im Kühlschrank haltbar. Nachdem sie gekocht wurden, sollte man sie innerhalb von 3 Tagen verbrauchen. Für eine längere Aufbewahrung kann man sie auch einfrieren, dann halten sie sich 6 Monate frisch und 3 Monate gekocht.

Gebratene Schupfnudeln mit Speck sind gekühlt 2 bis 3 Tage problemlos haltbar, man sollte die Reste aber umgehend in den Kühlschrank legen und maximal 3 Stunden stehen lassen. Reicht dieser Zeitraum nicht aus kann man das Gericht auch einfrieren, Speck hält sich allerdings nur 1 bis 2 Monate tiefgefroren und verliert dabei an Qualität.

Den Teig für Schupfnudeln kann man problemlos 2 Stunden bei Zimmertemperatur liegen lassen, da dieser noch gekocht wird. Im Kühlschrank hält er sich sogar 3 bis 4 Tage und tiefgefroren bis zu 3 Monate lang, allerdings ist es sinnvoller, die Schupfnudeln erst zu formen und dann einzufrieren.

Schupfnudeln bei Zimmertemperatur aufbewahren (18 bis 22 °C)

Leitfaden zur Aufbewahrung von Speisen bei Zimmertemperatur:

  • In der Regel die Speisen nicht länger als 2 Stunden stehen lassen
  • Warmes Essen zum schnellen Abkühlen in einen flachen Behälter füllen (nicht verschließen)
  • Bei Temperaturen von über 22 °C das Essen nicht ungekühlt stehen lassen
  • Speisen vor direkter Lichteinstrahlung schützen
  • Kalte Speisen abdecken
  • Beim wieder aufwärmen mindestens 3 Minuten bei über 70 °C erhitzen

Frisch gekochtes Essen sollte man niemals direkt in den Kühlschrank legen, denn die restliche Hitze des Gerichts wird zu einem Magnet für Bakterien. 

Eine Grundregel lautet also, Essen immer erst abkühlen zu lassen. Aber nur für maximal 2 Stunden, denn dann beginnen sich ebenfalls viele Bakterien zu bilden.

Besonders gekochte Gerichte sind gefährdet, denn ein hohes Wassergehalt erleichtert es ihnen, sich zu vermehren.

Um den Abkühlprozess zu beschleunigen, kannst Du das gekochte Essen in flache Behälter füllen und erst nach dem Auskühlen luftdicht verschließen.

Schupfnudeln aus dem Supermarkt ungekühlt aufbewahren

Schupfnudeln aus dem Supermarkt werden im Kühlregal gelagert und müssen spätestens 2 Stunden nach dem Kauf wieder gekühlt werden. Für die beste Haltbarkeit nimmt man eine Kühltasche für die Zwischenlagerung mit.

Selbst gemachte Schupfnudeln ungekühlt aufbewahren

Selbst gemachte Schupfnudeln bestehen aus gekochten Kartoffeln und sollten innerhalb von 2 Stunden nach der Herstellung gekühlt gelagert werden.

Teig für Schupfnudeln ungekühlt aufbewahren

Der Teig für Schupfnudeln ist etwa 2 Stunden ungekühlt haltbar. Für längere Aufbewahrungszeiten wird die Schüssel mit Frischhaltefolie abgedeckt und gekühlt.

Gekochte Schupfnudeln ungekühlt aufbewahren

Bei gekochten Schupfnudeln ist durch den hohen Wassergehalt das Risiko für Bakterienbefall am größten. Nach dem Kochen müssen sie, am besten separat von der Beilage oder Sauce, in eine Aufbewahrungsdose gefüllt und spätestens nach 2 Stunden gekühlt werden.

Schupfnudeln im Kühlschrank aufbewahren (5 bis 7 °C)

Bei der Lagerung von Speisen im Kühlschrank spielen hauptsächlich zwei Faktoren eine Rolle:

  • Die Temperatur
  • Die Sauberkeit des Kühlschranks

Die beste Temperatur zum Aufbewahren von Speisen beträgt in der Theorie vier Grad Celsius, doch praktisch gesehen verbraucht ein Kühlschrank dabei sehr viel Strom. 

Ein gutes Mittelmaß zwischen Stromverbrauch und Haltbarkeit findet sich zwischen fünf und sieben Grad Celsius. Wärmer als das darf es keinesfalls werden.

Bei all den Lebensmitteln, die darin gelagert werden, sammelt sich mit der Zeit Schmutz an. Dieser bietet einen Nährboden für Bakterien, deshalb sollte es zur Routine werden, den Kühlschrank einmal im Monat mit Reinigungsmittel oder Essigwasser durchzuwischen.

Zwei Grundregeln für die Lagerung von Speisen im Kühlschrank lauten:

  • Gekochte Speisen, die nach dem Abkühlen noch eine Restwärme enthalten, werden auf das oberste Kühlschrankfach gelegt. Auf diese Weise verteilt sich die Wärme nicht im gesamten Kühlschrank. 
  • Besonders anfälliges Essen oder solches, das lange gelagert werden soll, kommt an den kühlsten Ort im Kühlschrank: die unterste Glasscheibe, über dem Gemüsefach.

Gekaufte Schupfnudeln im Kühlschrank aufbewahren

Gekaufte Schupfnudeln haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum, sind aber in der Regel noch mehrere Tage darüber hinaus genießbar. Das Datum gilt nur bei gekühlter Lagerung zwischen 5 und 7 °C und in geschlossenem Zustand. Einmal geöffnet, müssen die Schupfnudeln innerhalb von 4 bis 5 Tagen verbraucht werden.

Selbst gemachte Schupfnudeln im Kühlschrank aufbewahren

Selbst gemachte Schupfnudeln kann man in der Regel 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dazu füllt man sie in eine flache Aufbewahrungsbox, verschließt diese luftdicht und legt sie in das unterste Kühlschrankfach. Die optimale Lagerungs-Temperatur beträgt 5 °C.

Gekochte Schupfnudeln im Kühlschrank aufbewahren

Gekochte oder gebratene Schupfnudeln kann man in der Regel 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dazu füllt man sie, am besten ohne Sauce oder Beilage, in eine flache Aufbewahrungsbox. Wenn sie abgekühlt sind, wird die Box luftdicht verschlossen und in das oberste Kühlschrankfach gelegt.

Schupfnudel-Teig im Kühlschrank aufbewahren

Der Teig für Schupfnudeln kann problemlos einen Tag im Kühlschrank gelagert werden, bevor die Nudeln daraus geformt werden. Einmal geformt, sind sie weitere 2 bis 3 Tage haltbar.

Schupfnudeln im Gefrierschrank aufbewahren (-18 °C)

Das Einfrieren von Speisen ermöglicht es, sie deutlich länger aufzuheben als üblich.

Ich habe bereits einen detaillierten Artikel geschrieben, in dem ich erkläre, wie man Schupfnudeln am besten einfriert (und wieder auftaut).

Die optimale Temperatur zum Einfrieren beträgt -18 °C, bei diesen Temperaturen werden mikrobakterielle Prozesse fast vollkommen stillgelegt.

Voraussetzung für eine tiefgekühlte Lagerung ist, dass die Speisen vor dem Einfrieren einwandfrei genießbar sind. Bakterien werden beim Einfrieren sozusagen nur „lahmgelegt“ und nicht abgetötet.

Das häufigste Problem beim Einfrieren ist Gefrierbrand, ein Phänomen, bei dem die Konsistenz der Speise verloren geht und ungenießbar wird.

Um Gefrierbrand zu verhindern, muss man diese Regeln befolgen:

  • Luftdicht lagern
  • Wasserdicht lagern
  • Möglichst luftleer lagern (vakuumiert)

Als Aufbewahrungsmittel eignen sich Gefrierdosen oder Gefrierbeutel. 

Wenn Du selten Speisen einfrierst, kannst Du in diesem Leitfaden von Zaubertopf.de die wichtigsten Angaben herausfinden.

Gekaufte Schupfnudeln einfrieren

Gekaufte Schupfnudeln kann man einfrieren, muss sie aber in Gefrierbeutel oder Dosen füllen. Die Originalverpackung ist nicht dafür geeignet. Tiefgefroren halten sich die gekauften Schupfnudeln problemlos 3 Monate.

Selbst gemachte Schupfnudeln einfrieren

Selbst gemachte, frische Schupfnudeln kann man tiefgefroren 3 bis 6 Monate lagern. Dazu friert man sie zuerst auf einem Blech 1 Stunde an und füllt sie dann erst in Gefrierbeutel, damit sie nicht zusammenkleben. Um Gefrierbrand zu vermeiden, muss die Luft gründlich aus den Gefrierbeuteln gepresst, oder die Gefrierdosen randvoll gefüllt werden.

Gekochte Schupfnudeln einfrieren

Gekochte Schupfnudeln kann man ebenfalls einfrieren, diese verlieren aber eher an Qualität als frische, ungekochte Schupfnudeln.

Schupfnudel-Teig einfrieren

Man kann den Teig für Schupfnudeln zwar einfrieren, besser ist es aber, die Schupfnudeln zuerst zu formen. Nach dem Auftauen ist die Konsistenz möglicherweise nicht mehr dieselbe und das Formen schwieriger.

Wie erkennt man, ob Schupfnudeln noch genießbar sind?

In Deutschland wird jeden Tag viel Essen entsorgt, das eigentlich noch gut gewesen wäre. Ein Teil des Problems ist ein Missverständnis um die Definition des Mindesthaltbarkeitsdatums

Meistens sind Waren aus dem Supermarkt noch mehrere Tage über das MHD hinaus haltbar und werden dennoch entsorgt. 

Anders sieht es mit dem Verbrauchdatum aus. Produkte, die damit gekennzeichnet sind (Eier, Hackfleisch), dürfen auf keinen Fall länger aufbewahrt werden.

Doch abgesehen von solchen Lebensmitteln, wie findet man heraus, ob ein Gericht noch genießbar ist?

Meistens kann man sich auf die eigenen Sinne verlassen, die es einem verraten. Dazu geht man in dieser Reihenfolge vor:

  1. Sehen: Sind Veränderungen der Farbe, Struktur oder Schimmel zu erkennen?
  2. Riechen: Riecht die Speise ungewohnt, unangenehm?
  3. Fühlen: Fühlt sich die Konsistenz verändert an?
  4. Schmecken: Wie schmeckt ein kleines Stück der Speise? 

Sobald bei einem Punkt Zweifel bestehen, muss die Speise entsorgt werden. Hier sollte man lieber kein Risiko eingehen.

Doch nicht immer kann man schlechtes Essen auf diese Weise ausmachen. Das Bundeszentrum für Ernährung schreibt dazu folgendes:

Bei gekühlten Fertigprodukten, wie z. B. Teigwaren, Frikadellen oder Würstchen, helfen die Sinnesorgane nicht sicher weiter. Krankmachende Keime können so nicht erkannt werden. Solche Lebensmittel sollten nicht lange über das MHD hinaus verwendet werden.

Bundeszentrum für Ernährung – Lebensmittelverderb erkennen

Wenn Du Dich an die Haltbarkeitsangaben aus diesem Beitrag hältst und die Schupfnudeln ordnungsgemäß lagerst, dann musst Du Dir keine Sorgen über eine Lebensmittelvergiftung machen. 

Sobald der Zeitraum überschritten ist, und Du Dir nicht mehr sicher bist, ob sie genießbar sind, solltest Du sie entsorgen.

Mehr Informationen darüber, wie man verdorbene Lebensmittel richtig entsorgt, findest Du in diesem Beitrag des Gesundheitsmagazins der AOK.

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