Warum wird die Lasagne zu flüssig?

Da hat man einmal die Lasagne selbst gemacht. Man holt sie voller Vorfreude aus dem Ofen raus, schneidet sie an und… noch bevor sie auf dem Teller liegt ist sie bereits zerlaufen. Zwar ist es dann schon zu spät, dennoch fragt man sich:

Warum wird die Lasagne zu flüssig?

Es kann oft sein, dass die Béchamel und die Füllung (Bolognese bei klassischer Lasagne) nicht die richtige Konsistenz haben. Es ist auch möglich, dass die Schichten zu dick aufgetragen wurden und im Verhältnis zu wenige Lasagneblätter verwendet wurden, die einen Teil der Flüssigkeit aufnehmen sollen.

Eigentlich muss man bloß auf ein Paar Feinheiten achten, um eine Stabile Lasagne zu bekommen die schmeckt und auch auf Bildern gut aussieht.

Was hilft gegen flüssige Lasagne?

Ein Paar Tipps verhindern, dass die Lasagne zu flüssig wird:

Eine schnittfeste Lasagne sollte mindestens 4 Schichten Teigplatten haben. Die Füllung darf nur wenige Millimeter dick aufgetragen werden und Zutaten wie Gemüse müssen fein geschnitten sein. Die Konsistenz der Béchamel und der Bolognese muss dickflüssig sein. Deshalb wird Bolognese Ragout mehrere Stunden gekocht.

Die Füllung Millimeter dünn auftragen (mindestens 4 Schichten Lasagneplatten verwenden)

Einer der Hauptgründe für eine zu flüssige Lasagne die zerläuft, ist, dass die Füllung zu dick aufgetragen wurde.

Die Lasagneplatten haben nicht nur die Aufgabe, gut zu schmecken und die Schichten zu trennen. Sie saugen auch während des Garens einen Teil der Flüssigkeit und nehmen den Geschmack der Füllung auf.

Deshalb ist es wichtig, ein gutes Gleichgewicht zu finden:

Die Füllung darf nicht zu trocken sein, denn sonst kann der Geschmack nicht durchziehen und die Lasagneplatten werden nicht ganz gar. Die Füllung darf aber auch nicht zu flüssig sein, denn dann saugen die platten zu viel Flüssigkeit und werden matschig.

Da die Füllung bei Lasagne meistens recht flüssig ist, ist es sinnvoll, die Schichten dünn aufzutragen und dafür mehrere Schichten zu stapeln. So verwendet man mehr Lasagneplatten und es wird mehr Flüssigkeit aufgesogen.

Im Allgemeinen sollte eine Schicht nur einige wenige Millimeter dick sein. Ein guter Tipp ist es, Das Gemüse oder sonstige Zutaten, die für die Füllung verwendet werden, besonders klein zu schneiden. So kann man auch sicherstellen, dass die Schichten nicht zu dick werden (und die Form der Lasagne wird schöner).

Die Béchamel weiter kochen, bis die Konsistenz cremig dickflüssig ist

Wenn die Lasagne trotz vieler Schichten immer noch zu flüssig ist, dann kann es an der Béchamel liegen.

Béchamel ist in so gut wie jedem Lasagne Rezept vorhanden und somit ein Grundbestandteil von Lasagne. Umso wichtiger ist es, dass die Konsistenz der Béchamel perfekt stimmt. Doch wie sieht die perfekte Konsistenz aus?

Die Konsistenz von Béchamel sollte cremig, fast buttrig sein.

Bei der Béchamel kommt es hauptsächlich auf die Reihenfolge an. Hier ist ein Beitrag in dem erklärt wird, wie man eine gute Béchamelsauce macht.

Im Grunde solltest Du die Béchamel einfach so lange ohne Deckel kochen, bis die Konsistenz die richtige ist!

Die Bolognese mindestens 1 Stunde kochen, damit Flüssigkeit verdunstet

Wie bei der Béchamel kommt es natürlich auch auf die Konsistenz der restlichen Füllung an.

Bei der klassischen Lasagne gibt es dazu eine leckere Bolognese. Die Konsistenz des Ragouts sollte recht dick und nicht zu „sossig“ sein.

Hier hilft hauptsächlich eins: Die Bolognese sehr lange zu kochen.

Dabei verdunstet ein Großteil der Flüssigkeit und die Konsistenz wird dicker. Je nach Rezept werden für Bolognese Zeitangaben von 1 bis 3 Stunden angegeben. Eine Stunde sollte es mindestens sein. Besser ist es meiner Meinung nach die Bolognese etwa 2 Stunden bei sanfter Hitze vor sich köcheln zu lassen.

So bekommt meine Bolognese jedenfalls eine gute Konsistenz.

Falls die Konsistenz noch nicht ganz stimmt, aber die Zeit nicht reicht, dann kann etwas Tomatenmark helfen. Einfach ein bisschen davon dazugeben, es passt ganz gut dazu und hilft die Konsistenz ein wenig zu verdicken.

Auch wenn Du eine andere Füllung statt Bolognese machst gilt immer das gleiche:

Die Konsistenz der Füllung muss eine gute, recht dickflüssige Konsistenz haben und keine zu groben Stücke enthalten um eine dünne Beschichtung zu erlauben.

Das gut einzuschätzen wird mit etwas Erfahrung einfacher. Wichtig ist, dass die Lasagne auch gut schmeckt, wenn sie auf dem Teller ein bisschen zerläuft. Also keine Sorge wenn die erste selbst gemachte Lasagne noch nicht perfekt wird!

Die Lasagne abkühlen lassen

Eine letzte Möglichkeit, die Lasagne fest zu bekommen und vielleicht für Bilder gut aussehen zu lassen, ist sie etwas abzukühlen.

Wenn Du die Lasagne frisch aus dem Ofen holst müsste sie extrem heiß sein. Lässt Du sie etwa 15 Minuten abkühlen ist sie immer noch angenehm zu essen und konnte sich etwas festigen.

Ich persönlich habe diese Geduld meistens nicht, mir zerläuft es schon Das Wasser im Munde wenn ich die Lasagne aus dem Ofen hole.

Auch möglich ist es, die Lasagne am Vortag vorzubereiten und in den Kühlschrank zu tun. Wichtig ist es dabei, die frische Lasagne erst abkühlen zu lassen. Am nächsten Tag ist die Lasagne fest und bleibt auch beim aufwärmen recht stabil.

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